SENDETERMIN Di, 02.05.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Superfood im Garten

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

Service: Superfood im Garten | Video verfügbar bis 02.05.2018

Superfood ist im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Dabei handelt es sich um Lebensmittel, die auffällig reich an Mineral- und Vitalstoffen sind und die zum Teil hohe Wirkstoffkonzentrationen besitzen.

Superfood wird meist in Form fertig abgepackter Produkte im Supermarkt gekauft. Das ist gut möglich, zum Beispiel bei Walnüssen und Ingwer.

Superfood lässt sich aber ebenso gut auch selber im Garten ziehen. Manche dieser tollen Pflanzen, zu denen Gojibeere, Aronia, Grünkohl und Spinat zählen, können auch auf der Fensterbank gezogen werden.

Was ist Superfood?

Im Rahmen einer gesunden Ernährung wird immer wichtiger, welche Inhaltsstoffe in Lebensmitteln enthalten sind. So haben beispielsweise Chiasamen (die Samen der Salbeipflanze aus Mexiko) viel Omega-3-Fettsäuren, Proteine und Antioxidantien. Die Aroniabeere ist ein Rosengewächs, das ursprünglich aus Nordamerika stammt, aber auch bei uns als Strauch für Wildhecken gut geeignet ist. Heidelbeeren gibt es als Gartensträucher.

Auch verschiedene Gemüse erscheinen mittlerweile in einem anderen Licht. So werden bei der Roten Bete beispielsweise nicht nur die Knollen, sondern auch die Blätter zum Essen verwendet. Mitunter sogar die Sprossen, die auch optisch auf dem Salat gut aussehen. Auch Basilikum, Grünkohl, Knoblauch und Spinat sind besonders gehaltvoll an Inhaltsstoffen.

Superfood heißt Supergärtnern

Wer Superfood im eigenen Garten pflanzt, muss vor allem in Sachen Erde sehr aufmerksam sein. Ein Boden, der Schadstoffbelastungen aufweist, ist nicht geeignet, um gesunde Lebensmittel zu produzieren.

Auch die Nährstoffbalance sollte ausgewogen sein. Daher gilt es, den Boden zunächst analysieren zu lassen oder direkt einen Kasten oder ein Hochbeet anzulegen und mit einem Biosubstrat zu befüllen.
Eigene Komposterde ist gut geeignet, um einen Gartenboden immer wieder aufzufrischen. Gleichzeitig gelangen so Nährstoffe in den Boden und der Humusgehalt wird erhöht, so dass die Lebewesen im Boden, die für die Lockerung und Stoffumsetzung zuständig sind, Nahrung bekommen. Dann kann auf weitere Dünger bei vielen Kulturen verzichtet werden. Einzig bei Kohl sollte zusätzlich organischer Dünger eingesetzt werden. Bei Trockenheit muss natürlich gegossen werden, sonst klappt es mit der Ernte nicht.

Superfood auf der Fensterbank

Auch wer keinen Garten hat, kann Superfood ganz leicht selber anbauen. Auf der hellen, sonnigen Fensterbank lassen sich Kräuter gut ziehen und die tollen Aromen sind beim Kochen immer griffbereit. Frische Kräuter geben den Gerichten den individuellen Kick, sie verzaubern sommerliche Salate und Grillgenüsse.

Zu den klassischen Küchenkräutern zählen Petersilie, Kerbel, Schnittlauch, Zitronenmelisse und Sauerampfer.
Pflanzen wie Rosmarin, Basilikum, Thymian, Majoran und Salbei zählen zu den mediterranen Kräutern. Sie brauchen einen deutlich mageren Boden, weswegen eine spezielle Kräutererde verwendet werden sollte. Auch essbare Blüten lassen sich gut mit dem Essen kombinieren.

Stand: 02.05.2017 08:06 Uhr