SENDETERMIN Fr, 26.01.18 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Wintersport und Recht

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

PlayWintersport, Bergrettung, Skiunfall
Service: Wintersport und Recht | Video verfügbar bis 26.01.2019 | Bild: WDR

Verkehrsregeln auf der Piste

Wie im Straßenverkehr gibt es auch auf den Skipisten Regeln, die beachtet werden müssen. Der internationale Skiverband FIS hat die sogenannten FIS-Regeln, d.h. Verhaltensregeln für Ski- und Snowboardfahrer entwickelt, die weltweit auf den Pisten gelten. In den Skigebieten kann man diese Regeln nachlesen, zumeist hängen sie bei den Bergbahnen und Liften aus. Im Internet kann man sie ebenfalls finden unter:

https://www.ski-online.de/stiftung-sicherheit/fis-verhaltensregeln/fis-regeln-alpin.html

Grundsätzlich gilt: Jeder Wintersportler hat sich auf der Piste so zu verhalten, dass er keinen anderen gefährdet. Wer die alpinen Verkehrsregeln nicht beachtet, haftet bei einem Unfall. Für Langläufer gibt es ebenfalls FIS-Regeln:

www.ski-online.de/stiftung-sicherheit/fis-verhaltensregeln/fis-regeln-langlauf.html

Haftung bei einem Skiunfall

Wie im Straßenverkehr auch haftet derjenige, der sich nicht an die Verkehrsregeln auf der Piste, also die FIS-Regeln, hält und andere gefährdet und einen Unfall verursacht.

Helmpflicht

Eine generelle Helmpflicht gibt es in deutschen Skigebieten bislang noch nicht, aber kein Alpinskifahrer oder Snowboarder sollte ohne Helm auf die Piste! Schon seit Jahren müssen Kinder und Jugendliche in Italien, Polen, Kroatien, Slowenien und in vielen Skigebieten in Österreich Helme tragen. Skischulen verlangen ihn meistens ebenfalls.

Alkohol auf der Piste


Es gibt auf der Skipiste keine Promillegrenze wie beim Autofahren, aber jeder Ski- und Snowboardfahrer muss stets in der Lage sein, kontrolliert zu fahren. Wer sich nicht daran hält, riskiert einen Pistenverweis und haftet bei einem Unfall.

Wichtige Versicherungen

Wintersportler sollten in jedem Fall eine private Haftpflichtversicherung haben. Diese springt ein, wenn man andere bei einem Unfall auf der Piste verletzt und übernimmt z.B. Behandlungskosten und Schmerzensgeld. Sinnvoll ist auch der Abschluss einer privaten Unfallversicherung. Auch eine Auslandskrankenversicherung sollte abgeschlossen sein. Die übernimmt im Falle eines Falles den Rücktransport nach Hause.

Schneemangel

Das Wetter-Risiko trägt der Wintersportler allein. Liegt kein Schnee, kann niemand haftbar gemacht werden. Ausnahme: Wirbt ein Reiseveranstalter oder ein Hotel mit Schneesicherheit, dann kann man den Vertrag wegen Mängeln kündigen.

Weitere Informationen

www.ski-online.de

www.alpenverein.de

Stand: 26.01.2018 07:11 Uhr

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