SENDETERMIN Di, 11.07.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Ärger beim Bezahlen

mit Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur Finanztip

Service: Ärger beim Bezahlen | Video verfügbar bis 11.07.2018

Online-Shopping, Reisebuchung, Wocheneinkauf: Bei vielen Dingen müssen Verbraucher sich auf ihre Bank verlassen. Doch nicht immer laufen Bankgeschäfte glatt: Lastschriften werden doppelt abgebucht oder auf der Kreditkartenrechnung tauchen unerwartete Umsätze auf. Einiges können Verbraucher und Banken wieder gerade biegen, doch teilweise fallen dafür Gebühren an.

Worauf Sie achten sollten

• Beim Einkaufen mit Girocard auf ein gedecktes Konto achten. Sonst können Kosten entstehen, wenn der Händler versucht, sein Geld vom ungedeckten Konto abzubuchen. Wird beispielsweise im Supermarkt mit Unterschrift statt mit der PIN die Zahlung bestätigt, steht noch nicht fest, ob genug Geld auf dem Konto ist. Falls nicht, können Manhgebühren entstehen. 

• Die Kreditkartenrechnung sollte regelmäßig kontrolliert werden. Denn fehlerhafte Kreditkartenumsätze können sechs bis acht Wochen reklamiert werden. Zum Reklamieren müssen sich Verbraucher an die kartenausgebende Bank wenden - nicht an die Kartenunternehmen wie Mastercard oder Visa.

• Wenn bei Überweisungen Fehler passieren, können Kunden versuchen mit Unterstützung der Banken das Geld zurückzuholen. Wer beispielsweise irrtürmlich Geld an eine gültige IBAN-Nummer überweist, sollte sofort die Bank informieren. Womöglich kann sie die Überweisung noch stoppen. Ist das Geld bereits einem anderen Konto gutgeschrieben, ist es zu spät. Die Bank hat keinen Zugriff mehr auf den Betrag. Dann können Verbraucher nur noch eine Rücküberweisung bei ihrer Bank anfragen. Es gibt aber keine Garantie, dass das auch funktioniert.

• Wer eine falsche Lastschrift bemerkt, kann diese direkt über das Online-Banking zurückholen, etwa mit der Funktion „Lastschrift zurückgeben“. Wer  keinen Online-Banking-Zugang hat,  muss die Bank schriftlich kontaktieren  und das Datum der Lastschrift, den Betrag und die abbuchende Person oder Firma mitteilen.
Falls via Lastschrift ein Betrag doppelt abgebucht wird oder die Summe zu hoch ist,  bleiben ab dem Abbuchen acht Wochen Zeit, das Geld zurückzuholen. Mehr Zeit besteht, wenn es kein Mandat – und damit keine Erlaubnis – für die Lastschrift gab: Dann sind es 13 Monate.

Weitere Informationen

Hermann-Josef Tenhagen: Das Finanztip-Buch, Wie Sie mit wenig Aufwand Geld sparen
Econ Verlag, ISBN-13 9783430202312

Stand: 11.07.2017 07:28 Uhr