SENDETERMIN Mo, 07.08.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Ärger mit der Airline

mit Britta Beate Schön, Finanztip

Service: Ärger mit der Airline | Video verfügbar bis 07.08.2018

Auch dieses Jahr reisen wieder viele mit dem Flieger in den wohlverdienten Urlaub, doch nicht immer läuft die Reise reibungslos ab. Ob der Flieger zu spät kommt, überbucht oder ganz ausgefallen ist oder das Gepäck nicht ankommt: Wenn die Reise mit dem Flugzeug nicht glatt läuft, haben Reisende Rechte und Ansprüche.

Um seine Rechte wahrnehmen zu können, muss man sie auch kennen. Doch eine aktuelle Finanztip-Studie hat ergeben, dass mehr als ein Drittel der Deutschen seine Rechte als Fluggast gar nicht kennt.

Flugannullierung:

Wird Ihr Flug gestrichen, können Sie sich den Ticketpreis voll erstatten oder sich anderweitig befördern lassen. Erfahren Sie weniger als 14 Tage vor Abflug von der Annullierung, haben Sie möglicherweise zusätzlich Anspruch auf 125 Euro bis 600 Euro Entschädigung.

Das gilt nicht, wenn der Flug wegen außergewöhnlicher Umstände annulliert wurde. Ist Ihr Flug überbucht, haben Sie grundsätzlich die gleichen Rechte wie bei einer Flugannullierung.

Flugverspätung:

Ab drei Stunden Flugverspätung stehen Ihnen zwischen 250 und 600 Euro Entschädigung zu. Die Fluggesellschaft muss nichts zahlen, wenn außergewöhnliche Umstände vorliegen. Grundsätzlich muss die Airline Sie aber immer ab zwei Stunden Verspätung verpflegen und Ihnen zwei Telefonate, E-Mails oder Faxe ermöglichen. Bei einem Abflug am nächsten Tag stehen Ihnen Unterkunft und Transfer zu.

Flugstornierung:

Wer einen Flug bucht, kann diesen vor Reisebeginn jederzeit kündigen. Für jeden nicht angetretenen oder verpassten Flug kann der Kunde sämtliche Steuern und Flughafengebühren zurückverlangen. Der Fluggast hat zusätzlich Anspruch auf Erstattung von bis zu 95 Prozent des Ticketpreises, wenn die Airline den Sitzplatz noch anderweitig vergeben konnte.

Fluggasthelfer:

Ihr Flug hat sich verspätet oder ist ganz ausgefallen? Das ist ärgerlich, aber als Passagier können Sie oft einen finanziellen Ausgleich von bis zu 600 Euro erhalten. Sobald Sie wieder zu Hause sind, sollten Sie deshalb prüfen, ob Ihnen wenigstens eine Entschädigung für die Warterei zusteht. Dafür müssen Sie sich nicht weiter mit der Airline auseinandersetzen: Es gibt sogenannte Fluggast-Portale, die Ihre Rechte für Sie durchsetzen, dafür im Erfolgsfall allerdings eine Provision verlangen. Darunter gibt es Firmen, die schon lange am Markt sind, aber auch junge Start-up-Unternehmen.

Weitere Informationen:

http://www.finanztip.de/fluggastrecht/

Stand: 07.08.2017 07:22 Uhr