SENDETERMIN Mo, 19.02.18 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Frühjahrsputz für den Körper

mit Yvonne Willicks, Hauswirtschaftsmeisterin

PlayHand auf dem Bauch
Service: Frühjahrsputz für den Körper | Video verfügbar bis 19.02.2019 | Bild: WDR

Menschen mit einer chronischen Krankheit können an einer Entgiftungsschwäche leiden. Normalerweise versucht der Organismus eigenständig, die tagtäglich eintreffenden Gifte unschädlich zu machen und über den Darm, die Nieren oder die Haut aus dem Körper auszuleiten. Auch der Säure-Basen-Haushalt reguliert sich im Normalfall von selbst.

Bei vielen Menschen aber schafft es der Körper nicht mehr, sich selbst auf natürliche Weise zu entgiften. Er ist überlastet und wird infolge der Giftbelastung viel schneller krank, als dies bei einem Menschen mit starken Entgiftungskapazitäten der Fall ist.

Doch auch im gesunden Organismus können sich Gift- und Schadstoffe in den Fettzellen ablagern. Durch Abnehmen allein werden diese Stoffe nicht beseitigt. Daher kann eine Detoxkur durchaus sinnvoll sein, da in dieser Zeit weit weniger Giftstoffe aufgenommen werden.

Detox-Produkte

In den Supermärkten, im Internet oder auch in Fitnessstudios werden immer mehr Detoxprodukte angeboten – als Tee, Saft oder Badezusatz. Alle sollen helfen, den Körper zu entgiften. Detox-Tees mögen zwar gut schmecken, sind aber im Grunde genommen nichts anderes als kreative Kräuterteemischungen. Pürierte Säfte aus Obst und Gemüse sind nicht schädlich, aber auch nicht die gesündeste Ernährungsform. Erstens nimmt der Körper zu viel Gemüse oder Obst in kurzer Zeit auf, zweitens fällt das Kauen weg, ein wichtiger Verdauungsschritt. Auffällig ist, dass sogenannte Detox-Produkte im Vergleich zu herkömmlichen Alternativen meist sehr teuer sind.

Fasten kann helfen

Dabei ist es durchaus sinnvoll, seinem Körper und Geist für einige Tage oder Wochen eine Auszeit zu können. Achtsamkeit durch Verzicht auf bestimmte Lebensmittel, klassisches Fasten oder eine Saftkur führen Menschen seit Jahrtausenden wieder mehr zu sich zurück. Wer also sich und seinem Körper etwas Gutes tun möchte, sollte im Zweifel mit seinem Arzt über die beste Methode sprechen – Menschen mit chronischen Erkrankungen in jedem Fall.

Die beliebtesten Methoden

  • Heilfasten nach Buchinger: Reine Trinkkur (Tees, Gemüsebrühe, verdünnte Säfte), dauert mindestens fünf Tage, täglicher Sport.

Vorteile: Fettabbau, Ausschüttung von Serotonin („Glücklichmacher“-Hormon)

Nachteile: Muskelverlust durch Eiweißmangel, Stoffwechsel erlahmt

  • Suppenfasten/Saftfasten:Keine feste Nahrung (Suppen, Säfte), sollte zehn Tage durchgeführt werden.

Vorteile: Fettabbau, einfache Handhabung, nährstoffreich

Nachteile: Muskelverlust, Jojo-Effekt bei falscher Ernährungsumstellung danach

  • Fasten mit Obst und Gemüse: Obst und Gemüse in allen Variationen (möglichst unverarbeitet), so wenig wie möglich, aber ausreichend essen, Dauer ca. ein bis zwei Wochen.

Vorteile: Fettabbau, geringes Hunger- und Verzichtsgefühl, nährstoffreich

Nachteile: Muskelverlust, evtl. Magenprobleme bei schwer verdaulicher Rohkost

  • Fastenkur mit Milch und Brötchen (nach Franz Xaver Mayr): Ausschließlich Tee, Milch und Brötchen, Dauer zwei bis vier Wochen

Vorteile: Fettabbau, kaum gesundheitliche Bedenken

Nachteile: Muskelverlust, viel Disziplin erforderlich

WEITERE INFORMATIONEN:

  • https://www.vitafy.de/magazin/thema/die-5-beliebtesten-fastenmethoden/

Stand: 19.02.2018 07:52 Uhr

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