SENDETERMIN Fr, 27.01.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Gestresste Zimmerpflanzen

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayJens Eberl, Dorothée Waechter
Service: Gestresste Zimmerpflanzen | Video verfügbar bis 27.01.2018

Wenn der Garten ruht, steckt in den Zimmerpflanzen viel Hoffnung, denn das lebendige Pflanzengrün ist für den Menschen ein Muntermacher. Doch auch für die Zimmerpflanzen ist es jetzt nicht leicht.

Licht

Wenig Licht und trockene Luft zählen zu den Faktoren, die es den Pflanzen schwer machen. Bei 400 bis 500 Lux Lichtstärke liegt die Untergrenze für pflanzlichen Stoffwechsel, und die ist an einem Nordfenster mit Gardinen rasch erreicht. Daher sind Pflanzenauswahl und Pflege die zwei Faktoren, die entscheidend für den Erfolg mit Zimmerpflanzen sind.

Für dunkle Bereiche der Wohnung sollten Pflanzen ausgewählt werden, die Schatten vertragen. Das sind beispielsweise Kletterpflanzen wie Efeu und die Efeutute. Aber auch die Kentiapalme und der Drachenbaum kommen mit einer schlechten Lichtsituation gut zurecht. Als Blütenpflanzen ist das Einblättrige mit seiner weiß umhüllten Blüte zu empfehlen.

Gießen

Grundsätzlich brauchen Pflanzen Wasser. Aber gerade im Winter darf der Wurzelballen immer mal wieder abtrocknen, denn nasse Wurzeln sind wie nasse Füße: Auf Dauer machen sie krank. Die Wurzel wird dann schlecht mit Luft versorgt und beginnt zu faulen. Vor dem Gießen sollte also geprüft werden, ob der Ballen wirklich trocken ist. Das geht am einfachsten, indem man den Finger in die Erde steckt. Am besten ist es, die Pflanzen zu tauchen, so dass sich die Erde wieder vollsaugt, aber kein überschüssiges Wasser stehen bleibt.

Luftfeuchtigkeit und Lüften

Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit ist es sinnvoll, Pflanzen mit kleinen weichen Blättern zu haben, die viel Wasser verdunsten. Allerdings reicht das im Winter oftmals nicht aus. Abhilfe schaffen Sprüher, mit denen handwarmes Wasser versprüht wird. Empfehlenswert sind auch Verdunster, die an den Heizkörpern aufgehängt werden. Eine weitere Möglichkeit sind Wasserschalen mit Murmeln.

Zugluft beim Lüften bedeutet Stress für Pflanzen, deshalb sollten diese dann immer umgestellt werden. Außerdem ist es wichtig, die Blätter mit einem weichen, feuchten Lappen abzuwischen, damit der Staub nicht die Lichtausbeute verschlechtert. Gleichzeitig lässt sich so kontrollieren, ob die Pflanzen von Schädlingen befallen sind. Dazu immer auch die Blattunterseite betrachten.

Trends:

  • Phalaenopsis sind die beliebtesten Zimmerpflanzen, da sie eine lange Blütezeit haben.
  • Schattenpflanzen, da sie überall Platz finden.
  • Beliebt sind Frühlingsblüher wie Hyazinthen und Narzissen, da sie Vorfreude auf den Frühling verbreiten.
  • Altmodische Pflanzen wie Sansiverien, die zu dem Revival der altmodischen Wohntrends passen und gleichzeitig unschlagbar robust sind.

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Stand: 27.01.2017 08:50 Uhr