SENDETERMIN Fr, 09.03.18 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Mein kleiner grüner Kaktus

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

PlayKaktus, Warzenkaktus
Service: Mein kleiner grüner Kaktus | Video verfügbar bis 09.03.2019 | Bild: dpa

Der Kaktus ist der Lifestyle-Trend 2018. Er ist schon lange kein grüner, stacheliger Riese mehr, der ohne Wasser als Staubfänger auf der Fensterbank steht. Er ist cool, absolut angesagt – ein "Must-have", das sich unendlich variieren lässt und bei dem es noch viel zu entdecken gibt. Wer zum Beispiel weiß schon, dass Kakteen ursprünglich Blätter hatten? Diese Blätter haben sich eingerollt, so dass sie weniger Wasser verdunsten und sich gegen hungrige, pflanzenfressende Tiere besser schützen konnten.

Was sind Kakteen?

Kakteen sind eine sehr vielgestaltige Gruppe von Pflanzen, die zwei typische Eigenschaften haben: Sie können im Gewebe des Stammes Wasser einlagern, wodurch die fleischigen Pflanzenkörper entstehen. Die Dornen, das zweite Charakteristikum, helfen dabei, dieses Wasserreservoir vor Fressfeinden zu schützen. Gleichzeitig dienen sie der Vermehrung und sammeln Tau aus der Luft.

Man unterscheidet verschiedene Wuchsformen: Es gibt baum- und strauchförmige (z.B. Opuntien) sowie kugel- und säulenförmige Typen. Eine weitere Spielart sind die Gliederkakteen, die aus blattförmigen Gliedern aufgebaut sind. Einige Arten tragen auch essbare Früchte.

Kakteen leben einen besonderen Jahresrhythmus, bei dem sie im Winter kühl und trocken stehen sollten. Mit zunehmendem Licht und zunehmenden Temperaturen wird wieder öfter gegossen, so dass die Blüten erscheinen.

Die richtige Erde

Wichtig ist, dass das Substrat für Kakteen sehr luftdurchlässig ist und sich kein Wasser staut. So haben die Wurzeln beste Chancen zu wachsen. Humus ist ungünstig, weil er Wasser speichert. Ideal sind Kakteenerden aus dem Fachhandel, die auf die Bedürfnisse der Sukkulenten ausgelegt sind. Ebenso wichtig ist es, die Erde erst abtrocknen zu lassen, bevor die Pflanzen wieder gegossen werden. Allerdings sollten die Kakteen nicht einfach trocken stehen gelassen werden, da sonst die Blütenpracht zu wünschen übrig lässt.

Umtopfen ohne Schaden

Die Dornen der Kakteen sind umgewandelte Blätter (im Vergleich zu den Stacheln, die aus der Haut der Sprosse gebildet werden). Sie sind tückisch und arbeiten sich bei Kontakt schnell in die tiefen Hautschichten. Daher sollten beim Umtopfen immer feste Lederhandschuhe getragen und Hilfsmittel wie Styropor und Zange verwendet werden. Ganz wichtig: Nach dem Umtopfen mindestens eine Woche nicht gießen und auch mit praller Sonne vorsichtig sein!

Lebende Steine, Geldbaum und andere Sukkulenten

Sehr ähnlich wie Kakteen wachsen auch andere Sukkulenten auf der Fensterbank. Sie haben ebenfalls einen fleischigen Grundkörper und zum Teil überzeugen sie durch auffällige Blüten. Gerade der Geldbaum, der mit seinen fleischigen, an Münzen erinnernden Blättern auffällt, ist ideal für den Pflegemuffel und für alle, die häufig auf Reisen sind. Er kommt ebenso wie sukkulente Wolfsmilchgewächse, die vor allem in Afrika beheimatet sind, und die epiphytischen (also auf Bäumen wachsenden) Gliederkakteen gut mit den Bedingungen in der Wohnung zurecht.

Stand: 09.03.2018 09:47 Uhr

1 Bewertungen
Kommentare
Bewerten

Kommentare

Kommentar hinzufügen

Bitte beachten: Kommentare erscheinen nicht sofort, sondern werden innerhalb von 24 Stunden durch die Redaktion freigeschaltet. Es dürfen keine externen Links, Adressen oder Telefonnummern veröffentlicht werden. Bitte vermeiden Sie aus Datenschutzgründen, Ihre E-Mail-Adresse anzugeben. Fragen zu den Inhalten der Sendung, zur Mediathek oder Wiederholungsterminen richten Sie bitte direkt an die Zuschauerredaktion unter info@daserste.de. Vielen Dank!

*
*

* Pflichtfeld (bitte geben Sie aus Datenschutzgründen hier nicht Ihre Mailadresse oder Ähnliches ein)

Kommentar abschicken

Ihr Kommentar konnte aus technischen Gründen leider nicht entgegengenommen werden

Kommentar erfolgreich abgegeben. Dieser wird so bald wie möglich geprüft und danach veröffentlicht. Es gelten die Nutzungsbedingungen von DasErste.de.