SENDETERMIN Di, 20.02.18 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Kontaktlos bezahlen

mit Dennis Horn, Multimedia-Experte und Dirk Eilinghoff, Finanztip

PlayKontaktloses Bezahlen an der Kasse
Service: Kontaktlos bezahlen | Video verfügbar bis 20.02.2019 | Bild: WDR

Etwa 35 Millionen Bank- und Sparkassen-Karten sind bereits mit der Kontaktlos-Funktion ausgestattet. Bis zum Jahr 2020 sollen es 75 Millionen Karten sein. Hinzu kommen zahlreiche Kreditkarten. Nach Berechnungen der Deutschen Kreditwirtschaft hat bereits etwa jeder zweite Bankkunde schon einmal kontaktlos bezahlt. 

Warum statten die Banken ihre Karten mit dieser Technologie aus?

Das kontaktlose Bezahlen geht schneller als wenn der Kunde die Karte erst in das Bezahlterminal einsteckt. Außerdem wird bei Beträgen unter 25 Euro auf die Eingabe der PIN verzichtet. Beim Bezahlen muss die Karte nicht mehr aus der Hand geben werden.

Wo kann man bereits kontaktlos bezahlen?

Bei fast allen großen und mittelgroßen Händlern kann inzwischen kontaktlos bezahlt werden. Auch bei den Lebensmittel-Discountern. Zuletzt haben Aldi und Lidl das sogenannte „Zahlen im Vorbeigehen“ eingeführt.

Wie funktioniert das kontaktlose Bezahlen?

Auf der EC-Karte (Girocard) ist ein NFC-Chip angebracht. „NFC“ steht für Near-Field-Communication, einem Austausch von Daten auf sehr kurze Entfernung. Wird die Karte nah an ein Kartenlesegerät gehalten (ca. vier Zentimeter Abstand), baut sich ein elektromagnetisches Feld auf. Von sich aus strahlt die Karte also nicht.

Wie sicher ist die Technik?

Karte und Lesegerät tauschen lediglich Informationen über die Zahlung und verschlüsselte Kontodaten aus, aber keine persönlichen Daten. Außerdem ist die Zahl der Transaktionen, die nacheinander ohne PIN-Eingabe ausgeführt werden können auf maximal 150 Euro limitiert. Bei manchen Banken gibt es auch ein Tageslimit von 100 Euro. Danach muss die PIN wieder eingegeben werden.

Was ist, wenn der Kunde die Funktion nicht nutzen will?

Künftig werden die meisten neuen Giro- und Kreditkarten nur noch mit NFC-Chip ausgegeben. Zu erkennen sind die NFC-fähigen Karten am Funkwellensymbol neben dem goldenen Chip. Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken und Sparkassen können aber bei ihrer EC-Karte die Funktion am Geldautomaten deaktivieren.

Was ist wenn die Karte abhanden kommt und dadurch ein Schaden entsteht?

Wer seine Giro- oder Kreditkarte verliert oder bestohlen wurde, sollte immer sofort die Karte sperren lassen. Wird bis dahin mit der Karte bezahlt, beträgt die Haftung maximal 50 Euro. Je nach Geschäftsbedingungen verzichten die Banken aber auf diesen Betrag, wenn der Kunde sorgfältig war und nicht „grob fahrlässig“ gehandelt hat.

Weitere Informationen

Online-Verbraucherratgeber Finanztip: Kontaktloses Bezahlen

www.finanztip.de/kreditkarten/nfc-kontaktlos-bezahlen

Karte sperren lassen (bei Verlust oder Diebstahl)

Zentraler Sperr-Notruf Inland: 116 116 (kostenfrei)

Zentraler Sperr-Notruf Ausland: +49 116 116 (gebührenpflichtig)

Stand: 20.02.2018 06:56 Uhr

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