SENDETERMIN Fr, 02.06.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Eine Rose ist eine Rose...

mit Dorothée Waechter, Gartenbau-Ingenieurin

Service: Eine Rose ist eine Rose... | Video verfügbar bis 02.06.2018

Im Juni eines jeden Jahres hält die Königin der Blumen im Garten Hof. Die Rose ist nicht nur eines der beliebtesten Blütengehölze für den Garten, sondern zeichnet sich auch durch eine besonders große Vielfalt aus. Die wichtigsten Arten und Sorten sind Zwergrosen, Bodendeckerrosen, Strauchrosen, Beetrosen, Kletterrosen, Edelrosen, Wildrosen und Hochstammrosen sowie Duftrosen, Englische und Alte Rosen. Die Gründe für die Beliebtheit beruhen auf den großen Blüten, den klaren Farben und der langen Lebensdauer. Gesunde und reich blühende Rosen sind kein Zufall, sondern das Ergebnis des richtigen Standorts, guter Pflege und passenden Partnern.

ABC für gesunde Rosen

Gesunde Rosen beruhen auf einer gezielten Pflege. Zunächst muss der Boden das Wachstum fördern, daher sind Düngung und die Verbesserung der Erde mit Kompost wichtig. Idealerweise wird im Januar/Februar organischer Dünger ausgebracht. Ist die Blüte üppig, kann währenddessen zusätzlich Rosendünger gegeben werden. Ebenso wichtig ist es, zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Blätter Schachtelhalmbrühe und Schafgarbenauszug einzusetzen. Bei Pilzkrankheiten können die Pflanzen mit Algendünger und Bodenbakterien gestärkt werden, damit sie sich rasch wieder erholen. Hygiene ist wichtig: Vom Pilz befallenes Laub muss aufgesammelt und mit dem Biomüll entsorgt werden – nicht auf den Kompost geben! Welke Blüten sollten direkt abgeschnitten werden, damit sich schnell wieder neue Blütenknospen entwickeln können. Ausnahme: Bei Rosen, die besonders schöne Hagebutten bilden, wird mit dem Schnitt deren Entwicklung verhindert.

Rosenbegleiter und Probleme

Im Gegensatz zur landläufigen Meinung sind Lavendel und Buchsbaum nicht die optimalen Rosen-Begleiter. Lavendel benötigt eine nährstoffarme, trockene und warme Bodensituation und Buchsbaum ist, was Nährstoffe betrifft, ein starker Konkurrent.

Insbesondere Buchsbaum sieht in den letzten Jahren zur Rosenblüte nicht mehr sehr attraktiv aus, weil er unter der frühsommerlichen Hitze zwei Krankheiten entwickelt hat, die die Blätter schädigen. Diese werden durch Pilze verursacht und sind schwer zu bekämpfen. Darüber hinaus hat sich der Buchsbaumzünsler ausgebreitet, der innerhalb von wenigen Tagen die Büsche kahl frisst und die Zweige mit seinen Gespinsten überzieht. Durch rechtzeitiges Handeln lässt sich aber alles wieder in den Griff bekommen.

Gute Erfolge wurden mit Algenkalk erzielt. Dieses relativ simple Mittel wird über die Pflanzen gestreut, die sich dann regenerieren. Auch gegen den Zünsler zeigt sich eine gewisse Wirksamkeit. Dieser wird in der Regel durch ein biologisches Mittel bekämpft, das auf der Basis von Bacillus thuringiensis wirkt. Dieses Bakterium bringt den Zünsler zum Absterben. Wichtig für den Buchsbaum ist es, den recht hohen pH-Wert des Bodens zu erhalten für eine gute Nährstoffverfügbarkeit zu sorgen.

Rosen in Töpfen

Rosen lassen sich in Töpfen halten und problemlos im Freien überwintern. Da die Pflanzen lange Wurzeln bilden, sollten die Gefäße ausreichend groß und vor allem hoch sein. Spezielle Rosenerde ist nicht nur nährstoffreich, sondern auch strukturstabil. So sind die Rosenwurzeln stets gut versorgt und das Erd-Volumen nimmt nicht ab. Sommerblumen mit einer langen Blütezeit sind die besten Begleiter: Männertreu, Schleifenblumen, Petunien oder einfach Spanische Gänseblümchen. Auch Salat und Kräuter wie Petersilie und Kerbel passen gut zu Rosen. Die Bepflanzung der Oberfläche hat nicht nur eine zierende Funktion, sondern verhindert Erhitzung und Austrocknung der Erdoberfläche.

Stand: 02.06.2017 07:02 Uhr