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Service: Sommerurlaub

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

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Service: Sommerurlaub | Bild: WDR

Traumhafter Strand, Sonne pur, die Seele baumeln lassen und einfach nur herrlich entspannen – so wird der Urlaub in vielen Katalogen angepriesen. Doch vor der Buchung sollten die Angebote der Reiseveranstalter genau studiert und verglichen werden.

Ergeben sich aus dem Katalog Unklarheiten, sollte man sich beim Reiseveranstalter die konkrete Leistungsbeschreibung (z.B. Strandentfernung) bestätigen lassen. Wer Sonderwünsche hat, muss diese ausdrücklich bei der Buchung darlegen und auf einer schriftlichen Bestätigung bestehen (z.B. behindertengerechtes Zimmer). Wird nur ein unverbindlicher Kundenwunsch vermerkt, ist nicht garantiert, dass der Wunsch auch erfüllt wird.

Reiserücktrittskostenversicherung

Bei teuren oder lange im Voraus gebuchten Reisen ist eine Reiserücktrittskostenversicherung zu empfehlen. Wer aus persönlichen Gründen eine Reise stornieren muss, kann sich so vor hohen Kosten schützen. Wer erst ein oder zwei Tage vor Antritt der Reise storniert, muss oft bis zu 90 Prozent des Reisepreises als Stornokosten zahlen. Auf Kulanz der Reiseveranstalter oder Airlines darf man nicht hoffen.

Rücktrittsgründe, die die Versicherung abdeckt, sind in erster Linie Tod, schwere Unfallverletzungen oder eine schwere unerwartete Erkrankung des Versicherten oder eines seiner nahen Angehörigen. Bei Erkrankung gilt aber, dass diese bei Vertragsabschluss der Versicherung nicht vorhersehbar oder bereits bekannt war.

Weitere versicherte Rücktrittsgründe sind z.B. unerwarteter Verlust des Arbeitsplatzes, Schwangerschaft, Feuer- oder Einbruchschaden in Wohnung/Haus, sowie Opfer einer Straftat.

Es besteht die Möglichkeit, sowohl für die jeweils gebuchte Reise als auch eine Jahresversicherung für alle Reisen abzuschließen.

Gefahr am Urlaubsort

Kommt es nach der Buchung einer Pauschalreise zu einem unvorhersehbaren Ereignis, das die Reise gefährlich macht oder erheblich beeinträchtigt, kann der Urlauber den Reisevertrag wegen höherer Gewalt kündigen. Der Kunde bekommt dann seinen Reisepreis zurück und muss keine Stornokosten zahlen. Fälle der höheren Gewalt sind z.B. Naturkatastrophen, Epidemien, Reaktorunfälle, kriegsähnliche Zustände und politische Unruhen. Einzelne Terroranschläge oder die persönliche Angst vor Unruhen in einem Land reichen für eine Kündigung nicht aus. Ein Indiz für einen Fall der höheren Gewalt ist eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amtes.

Neues Reiserecht

Ab Sommer 2018 tritt ein neues Reisevertragsrecht in Kraft, das den Verbraucherschutz erhöht. Das neue Gesetz (§§ 651a-y BGB) gilt für Reisebuchungen ab dem 01.07.2018. Für Pauschalreisen, die vor dem 01.07.2018 gebucht werden, gelten die Regelungen des aktuellen Reisevertragsrechts (§§ 651a–m BGB).

WEITERE INFORMATIONEN:

Stand: 14.03.2018 14:51 Uhr

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