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Service: Steuern sparen im alten Jahr

mit Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur Finanztip

Service: Steuern sparen im alten Jahr | Video verfügbar bis 11.12.2018 | Bild: WDR

Auch in den letzten Wochen des Jahres können durch eine Reihe von Entscheidungen Steuern gespart werden. Oft geht es darum, ob noch im alten Jahr Ausgaben getätigt oder diese besser aufs nächste Jahr verschoben werden.

Die wichtigsten Punkte

  • Haushaltsnahe Dienstleistungen, Handwerkerlohn und ein Minijob im Privathaushalt können steueroptimal miteinander kombiniert werden.
  • Werbungskosten und Krankheitskosten können Sie bündeln und Zahlungen am Jahresende so legen, dass Sie Höchstbeträge ausschöpfen oder die jeweiligen absetzbaren Höhen erreichen.
  • Paare, die heiraten wollen, können noch bis Ende Dezember aufs Standesamt gehen: Dann können sie den Splittingtarif für das komplette zurückliegende Jahr nutzen. Paare, die sich trennen wollen, sollten noch bis zum neuen Jahr warten.
  • Beruflich genutzte Gegenstände wie Büromöbel oder ein Laptop gelten als sogenannte geringwertige Wirtschaftsgüter. Kaufen Sie so einen Gegenstand ab 2018, kann dieser bei einem Wert bis zu 800 Euro netto (952 Euro brutto) sofort abgeschrieben werden. Bis Ende 2017 liegt der Nettowert bei nur 410 Euro (488 Euro brutto), weshalb bei höheren Preisen eine Anschaffung im nächsten Jahr vorteilhafter ist.

Tipps

  • Stellen Sie noch im Dezember einen Lohnsteuerermäßigungsantrag. So haben Sie ab Januar mehr Geld.
  • Zum Jahresende sind weitere Fristen beim Finanzamt zu beachten. So können sich Sparer/innen etwa Riester-Zulagen, Wohnungsbauprämien und Arbeitnehmer-Sparzulagen für die Vorjahre sichern. Wer freiwillig eine Einkommensteuererklärung erstellt und bis zum Jahresende abgibt, kann sich zudem zu viel gezahlte Steuern für bis zu vier Jahre erstatten lassen. Dieses Jahr ist zudem die letzte Möglichkeit, für das Jahr 2013 eine freiwillige Steuererklärung abzugeben.
  • Anleger/innen und Sparer/innen sollten sich noch im Dezember um Freistellungsaufträge und Verlustbescheinigungen kümmern, die Höhe ihrer Riester-Beiträge prüfen und die Wohnungsbauprämie beantragen.
  • Zum Jahresende 2017 sollten Eltern überprüfen, ob ihnen Kindergeld für die Vergangenheit zusteht. Noch kann dieses bis zu vier Jahre rückwirkend ausgezahlt werden; bei einem Antrag ab 2018 nur noch bis sechs Monate.

Alleinerziehende sollten ihre Steuerklasse überprüfen und Steuerklasse 2 beantragen. (Quelle: www.finanztip.de)

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Stand: 11.12.2017 15:38 Uhr

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