SENDETERMIN Fr, 30.06.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Teure Mobilfunkverträge

mit Hermann-Josef Tenhagen, Chefredakteur Finanztip

Service: Teure Mobilfunkverträge | Video verfügbar bis 30.06.2018

Teure Mobilfunkverträge verursachen hohe Kosten. Denn mit dem Handy-Vertrag ist es wie mit dem Konto: einmal abgeschlossen, wird er oft nicht mehr verändert. Jeder sechste Mobilfunkvertrag ist älter als fünf Jahre.  30 Prozent aller Verträge sehr wahrscheinlich zu teuer. Eine Nachverhandlung oder Kündigung könnte bares Geld sein. Denn:

  • Handyverträge sind in vergangenen 10 Jahren deutlich günstiger geworden.
  • Es gibt Sparpotential bei fast jedem zweiten Handyvertrag (46 Prozent).
  • Für ein Drittel bisheriger Nichtwechsler ist es besonders sinnvoll, Preise zu vergleichen und gegebenenfalls zu wechseln.
  • Aufgrund von Übernahmen und neuer Roaming-Regulierung sind weitere spürbare Preissenkungen unwahrscheinlich.

Mobilfunktarife

Als vor zehn Jahren das iPhone auf den Markt kam, kostete ein günstiger Mobilfunktarif für Vielnutzer noch rund 90 Euro im Monat. Heute ist dieselbe Leistung für 6,50 Euro zu haben. Im Jahr kostet dieser Vertrag also 1.000 Euro weniger. Trotzdem haben 7 Prozent der Deutschen ihren Vertrag seit einem Jahrzehnt nicht gewechselt. Das ergab eine repräsentative Umfrage von Finanztip. Wer also seinen Handyvertrag regelmäßig wechselt kann Geld sparen.

Hilfe dabei bietet der Vergleichsrechner von finanztip.de

Handyverträge mit Gerät

Handyverträge mit Gerät


Mobilfunkverträge mit Gerät gibt es bei den drei Netzbetreibern Telekom, Vodafone und Telefónica (O2/E-Plus) sowie bei Drittanbietern wie Sparhandy, 1&1 oder Mobilcom-Debitel. Ohne Gerät bieten hingegen viele Mobilfunk-Discounter wie Congstar, Klarmobil oder Drillischihre Tarife an. Wer ein solches Angebot abschließt, darf sich meist über niedrige Monatsgebühren freuen, muss aber ein Handy selbst kaufen. Psychologisch kann der hohe Kaufpreis eines Smartphones abschreckend wirken. Finanztip hat 102 Kombinationen aus Tarif und Handy verglichen und nachgerechnet, was am Ende objektiv billiger kommt. Denn die  Originalverträge der Netzbetreiber sind praktisch immer zu teuer. Ein Einsteigerhandy (Wert bis 250 Euro) mit einem Vertrag der Telekom, von Vodafone oder Telefónica ist  in 24 Monaten durchschnittlich 38 Prozent teurer, , als wenn das Gerät selbst gekauft ist und mit einem passenden Discount-Tarif genutzt wird. Finanztip errechnete, dass dabei bis zu  200 Euro gespart werden können.. Das Smartphone separat zu kaufen, kommt nahezu immer günstiger als die Angebote der drei Netzbetreiber.

Quelle: www.finanztip.de/handyvertrag

Allnet-Flat

Pauschaltarife fürs Handy mit einer festen Grundgebühr heißen Allnet-Flatrate oder kurz Allnet-Flat. Damit ist  unbegrenzt telefonieren und surfen ohne Zusatzkosten möglich. Das lohnt sich für Vieltelefonierer und Nutzer, die das Gefühl einer immer gleichen Handyrechnung schätzen.

Der Preis einer Allnet-Flat hängt entscheidend von der Qualität des Mobilfunknetzes ab. Tendenziell von teuer nach billig sortiert: Telekom, Vodafone, Telefónica (E-Plus/O2). Wer regelmäßig mehr als drei Stunden im Monat mit dem Handy telefoniert, für den gibt es bereits ab ca 10 Euro eine Flat.  Wer im hochwertigen D-Netz telefonieren möchte, muss allerdings etwas tiefer in die Tasche greifen. Für Gelegenheitsnutzer sind variable Tarife ohne Grundgebühr oder Prepaid-Karten die beste Lösung.

Weitere Informationen

Hermann-Josef Tenhagen: Das Finanztip-Buch
Wie Sie mit wenig Aufwand Geld sparen


Econ Verlag, ISBN-13 9783430202312

Stand: 30.06.2017 07:08 Uhr