SENDETERMIN Mi, 27.12.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Service: Verträge im Fitnessstudio

mit Kay P. Rodegra, Rechtsanwalt

PlayFitnessstudio, Training
Service: Verträge im Fitnessstudio | Video verfügbar bis 27.12.2018 | Bild: WDR

Vertrag mit dem Fitnessstudio

Verträge über die Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio sind oftmals an vereinbarte Laufzeiten gebunden In den meisten Fällen zwischen 12 und 24 Monaten. Wie immer bei Verträgen gilt, vorher genau das Kleingedruckte lesen.

Wer sich nicht so lange binden möchte, sollte individuelle Vertragslaufzeiten oder auch z.B. ein monatliches Kündigungsrecht mit dem Studio vereinbaren. Zudem sollte vertraglich immer eine Probezeit eingeräumt werden, damit Sie für sich prüfen können, ob Ihnen das ausgewählte Studio gefällt.

Wenn Jugendliche im Fitnessstudio trainieren möchten, benötigen sie für einen wirksamen Vertragsabschluss die Einwilligung der Erziehungsberechtigten.

Die meisten Verträge beinhalten zulässigerweise eine Verlängerungsklausel, d.h. nach einer vereinbarten Vertragslaufzeit verlängert sich der Vertrag automatisch, wenn Sie nicht kündigen. Zum Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit, können Sie ohne Angaben von Gründen eine Kündigung aussprechen. Das sollte auf jeden Fall schriftlich erfolgen.

Kommt es im Fitnessstudio zu größeren Problemen, werden z.B. dauerhaft zugesagte Kurse gestrichen, sind Geräte dauerhaft defekt oder ändern sich umfangreich die Öffnungszeiten, steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht zu.

Zuvor müssen Sie aber den Studiobetreiber dazu auffordern, die Mängel zu beseitigen und für den Fall der Nichtabhilfe die Kündigung androhen.

Wenn Sie schwer erkranken und dürfen dauerhaft oder für eine lange Zeit (bis zum Vertragsende) keinen Sport mehr machen, muss das Studio ebenfalls eine vorzeitige Kündigung akzeptieren.

Unfälle beim Sport

Wer sich beim Sport verletzt, ist durch seine gesetzliche oder private Krankenversicherung versichert und die ärztlichen Behandlungskosten werden übernommen.

Wird man durch einen Dritten verletzt, kann sich eine Haftung des Verursachers ergeben. Verletzt man sich in einem Fitness-Studio, im Hotel oder Sportverein an einem Sportgerät, da dieses defekt ist, besteht ggf. eine Haftung des Betreibers der Sporteinrichtungen.

Versicherungen

Wer Sport treibt, sollte eine Unfallversicherunghaben. Bei schwerwiegenden Verletzungen, die zu einer Invalidität führen, bietet die Unfallversicherung einen finanziellen Schutz. Die Versicherung übernimmt je nach vertraglicher Absprache auch Such-, Bergungs- und Rettungskosten sowie Krankentagegeld. Wer beim Sport einen anderen verletzt, kann sich durch eine private Haftpflichtversicherungabsichern. Gerade bei Körperschäden können die Schadensersatz- und Schmerzensgeldansprüche ins die zig Tausende Euro gehen.

Stand: 27.12.2017 08:22 Uhr