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Der Herbst ist die zweite wichtige Pflanzzeit für Hobbygärtner. Der Boden ist jetzt noch gut erwärmt, so dass alle die sich zeitig ans Graben und Buddeln begeben, darauf setzen können, dass die Pflanzen noch gut einwurzeln. Das ist besonders wichtig, wenn man immergrüne Gehölze pflanzen will. Wenn Mitte bis Ende Oktober die Temperaturen ebenso wie die Blätter fallen, beginnt für die Laub abwerfenden Gehölze die Pflanzzeit, denn nun gehen Ahorn, Linde und Rosen in die Winterruhe. Ideal um sie zu verpflanzen. Aber auch Zwiebeln und Stauden werden im Herbst gepflanzt, damit der Frühling blumig und bunt beginnt. Und damit sich nun erstmal noch keine Tristesse breit macht, sollte man auch daran denken, ein paar Gefäß für die Herbstsaison zu bepflanzen.
Kübel- und Kästen bepflanzen
Alpenveilchen, Chrysanthemen, Gräser, Heidekraut und Blattschmuckpflanzen können im Herbst Töpfe und Kübel schmücken. Vor allem Rosa-Töne und warmes Orange leuchten zum Ende der Saison kräftig. Sie werden jetzt gepflanzt. Besonders wertvoll ist die so genannte "Knospen blühende Heide". Bei ihr tragen die Knospen die Farbe und sie öffnen sich nicht. So können die Blüten nicht verblühen und die Farbe bleibt über Wochen erhalten. Alpenveilchen vertragen sogar die ersten Nachtfröste schadlos. Allerdings sollte man weiße Blüten nur dann verwenden, wenn die Gefäße vor Regen geschützt stehen, sonst können sich leicht braune Stellen auf den Blütenblättern bilden. Gepflanzt werden die Schönheiten in einfache Blumenerde. Sie braucht – so die Bepflanzung nur für den Herbst gedacht ist – keine üppigen Düngergehalte, denn der Nährstoffbedarf der Herbstpflanzen ist gering. Allerdings sollte Wasser sowohl gehalten werden können, als auch leicht abfließen. Die Pflanzen werden dicht gesetzt, denn es öffnen sich nur noch die Blüten. Mit einem Zuwachs im Umfang ist nicht zu rechnen. Zwischen die Blütenpflanzen setzt man wintergrüne Blattschmuckpflanzen wie Heuchera.
Die farbigen Blätter bilden einen dekorativen Kontrast und leuchten selbst, wenn sich der Blütenschmuck rar macht.
Hecken pflanzen
Die Hecken werden in einer Reihe gepflanzt. Daher ist es am einfachsten man schaufelt einen Pflanzgraben aus. Die Tiefe muss der Höhe der Ballen entsprechen. Nun stellt man die ausgetopften Pflanzen ein und kontrolliert die Abstände. Der Aushub wird aufgefüllt und durch kräftiges Wässern verdichtet. Wenn anschließend soviel Erde nachgesackt ist, dass Löcher entstehen, füllt man sie auf. Nun setzt man einige Pfähle und verbindet sie mit Draht. An diesem werden die Heckenpflanzen befestigt, damit sie gerade und gleichmäßig anwachsen. Im Frühling werden die Spitzen nach dem Austrieb abgeknipst, um eine Verzweigung anzuregen.
Bäume pflanzen
Zur Vorbereitung einer Baumpflanzung muss man ein tiefes Loch graben. Der Aushub wird seitlich gelagert. Die exakte Tiefe richtet sich nach der Höhe des Wurzelballens, die man mit dem Zollstock abmisst. Der Grund des Pflanzlochs wird mit dem Spaten nochmals umgegraben und gelockert. So können Verdichtungen beseitigt werden und das Einwurzeln fällt leichter. Außerdem kann man Sand oder Humus zur Verbesserung der Struktur beifügen. Anschließend wird der Baum in das Loch gehoben. Mit einer Latte, die quer über das Pflanzloch gelegt wird, prüft man ob die Pflanze später zu hoch oder zu tief sitzt und gleicht Unterschiede aus. Ist um den Ballen ein Ballentuch gebunden, wird dieses nur am Stamm geöffnet, es verrottet und kann im Boden bleiben. Nun wird rund um die Pflanze Erde aufgefüllt. Dabei ist es am Ende wichtig, dass der Stamm tatsächlich gerade steht. Da der Baum, selbst wenn er Wurzeln bildet, nicht sturmfest steht, muss er mit Pfosten und einer weichen Schnur aus Pflanzenfasern angebunden werden.
Stauden und Zwiebelblumen pflanzen
Auf der vorbereiteten Beetfläche werden die Stauden und Zwiebelblumen ausgelegt. So kann man die Pflanzabstände noch korrigieren und der Gestaltung einen letzten Schliff geben. Dazu hat man die Flächen mit Sand abgestreut und die Stauden ausgetopft. Nun wird mit der Handschaufel ein Loch gegraben, die Pflanze eingesetzt und mit beiden Händen gut angedrückt. Ist die ganze Fläche bepflanzt, wird gewässert. Zwiebelblumen werden in den Lücken gepflanzt, so kann man ganz sicher sein, dass schon im Frühling in den Beeten etwas blüht.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 28.09.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.