SENDETERMIN Fr, 15.12.17 | 05:30 Uhr | Das Erste

Talk: Leon Löwentraut

Mit 19 Jahren der Shootingstar unter den deutschen Künstlern

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Talk: Leon Löwentraut | Video verfügbar bis 15.12.2018 | Bild: ARD

Senkrechtstarter in Sachen Malerei

Wild, bunt und begehrt – das sind die Bilder von Leon Löwentraut. Vor zwei Jahren kannten nur Freunde und Verwandte seine Bilder– heute ist der gerade mal 19-jährige Leon Löwentraut ein gefeierter Star. Seine Werke sind Sammlerobjekte in der ganzen Welt. Bei Ausstellungen in Berlin, London, New York, Singapur, Basel, Berlin und Düsseldorf erzielen seine Malereien Preise im fünfstelligen Bereich. Unikate kosten zwischen 16 000 und 40 000 Euro.

Malen bis zur Ekstase

Löwentrauts Gemälde erinnern an Arbeiten von Künstlern wie Picasso, Matisse und Basquiat. Typisch sind leuchtende Farben und wilde Formen. Die Bilder sind bunt, manchmal gegenständlich, oft "expressiv-abstrakt", wie er seinen Stil selbst beschreibt. Besonders häufig malt Löwentraut fast leinwandfüllende Gesichter auf abstrakten Hintergrund. Menschen interessieren ihn genauso wie das Zwischenmenschliche. Gefühle und Erfahrungen wandelt "Bubicasso" – wie seine Fans ihn liebevoll nennen – in dynamisch-expressive Bilder um. Die Farbe trägt er dabei meistens direkt mit der Tube auf die Leinwand auf. Typisch Löwentraut ist außerdem, dass er die Leinwände auf den Fußboden legt und sie mit vollem Körpereinsatz bemalt. Sein Körper wird dabei zum Werkzeug, zum Pinsel aus Fleisch und Blut.

Wunderkind und Phänomen

Leon Löwentraut malt seit seinem siebten Lebensjahr. Anerkennung erfährt er aber erst seit etwa zwei Jahren. In der Schule bewertete seine Kunstlehrerin Leons Bilder mit der Note befriedigend und auch die renommierte Düsseldorf Kunstakademie sah kein Talent in Löwentraut. Dass es Leon Löwentraut trotzdem geschafft hat, ist für viele anerkannte Kunsthistoriker ein Phänomen. Ohne Ausbildung in Sachen Kunst hat sich der Düsseldorfer aus dem heimischen Keller in die Herzen seiner Fans gemalt. Übers Internet und viele Fernsehauftritte ist Löwentraut berühmt geworden. Mediale Inszenierung gehört für den "Digital Native" selbstverständlich dazu. Zu seinen Eröffnungen und auf Reisen begleitet ihn ein Kamerateam. Das Resultat sind hochwertig produzierte Clips in denen Leon Löwentraut intime Einblicke in sein Seelenleben gewährt und seine neuesten Werke gleichermaßen Raum bekommen.

Vom MOMA ins MoMa

Leon träumt davon, dass seine Bilder irgendwann im berühmten Museum of Modern Art in New York hängen. Aktuell geht die Reise aber erstmal nach Paris. Von der Unesco ist Leon beauftragt worden, die nachhaltigen Entwicklungsziele der Weltgemeinschaft und der Vereinten Nationen künstlerisch zu interpretieren. 17 globale Ziele soll er in 17 Bilder fassen, die bis 2030 um die ganze Welt touren. 2018 stellt er außerdem im Nationalmuseum von Dakar aus.

Alle für die Kunst

Unterstützt wird Leon von seinen Eltern und der Düsseldorfer Society Lady Ute-Henriette Ohoven. Mutter Heike hat ihren Job als Krankenschwester aufgegeben, Papa Jörg seine Tätigkeit als Einzelhandelskaufmann heruntergeschraubt. UNESCO Sonderbotschafterin Ute-Henriette Ohoven lobt Leon als ganz großes Talent, ist bei seinen Eröffnungen dabei und nimmt ihn als Gründerin der "YOU Stiftung – Bildung für Kinder in Not" mit auf Events und Reisen.

Stand: 15.12.2017 11:01 Uhr