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Video: Verfassungsschutzpräsident: Lage hat sich grundlegend verändert

29.05.17 | 04:18 Min. | Verfügbar bis 29.05.2018

Der Präsident des Bundesverfassungsschutzes Hans-Georg Maaßen hat im Vorfeld des des Verfassungsschutzsymposiums vor neuen Bedrohungen gewarnt. Im ARD-Morgenmagazin erklärte Maaßen: „Die Lage hat sich grundlegend verändert, dadurch dass wir es nicht mehr mit dem Tätertyp zu tun hatten, den wir vor Jahren kannten. Also das Terrorkommando, das nach Deutschland kommt, um einen Anschlag zu begehen.Wir haben uns mit Homegrown-Extremisten und -Terroristen zu tun, also die aus Deutschland stammen. Wir haben es schon mit Kindern zu tun, die sich im Cyberraum radikalisieren, die über WhatsApp-Gruppen miteinander chatten. Wir haben es zu tun mit ganz unterschiedlichen Mitteln und Tatszenarien. Denken Sie daran, dass es früher den Fall gab, wo Leute selbst gebastelte Bomben abstellen wollten und am Leben bleiben wollten. Heute müssen wir darüber nachdenken, dass Rückkehrer aus Syrien an Kalashnikov ausgebildet sind und Personen auch bereit sind zu sterben – bei einem Selbstmordattentat in Paris und Brüssel. Aber auch, das mit einfachsten Tatmitteln, ein Messer, ein Lastwagen, eine Axt, es möglich ist, viele Menschen zu töten." Zur Zusammenarbeit mit anderen Geheimdiensten erklärte Maaßen, dass die Kooperation mit den USA unerlässlich sei, weil von dort gute Informationen geliefert würden. „Wir brauchen die Amerikaner“, sagte Maaßen. Die deutschen Geheimdienste lieferten jedoch ebenfalls gute Informationen, betonte der Verfassungsschutz-Chef.