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Weltspiegel extra: Machtpoker G20

Der Haupteingang der Hamburg Messe
Am 7. und 8. Juli 2017 findet der G20-Gipfel in Hamburg statt.

Syrien-Krieg, Ukraine-Krise, Nordkorea-Konflikt, Nationalismus, Protektionismus, Terrorismus ... Die Liste der ungelösten globalen Probleme ist lang. Im Juli kommen die Staats- und Regierungschefs der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in Hamburg zusammen. Doch bei den brisanten Themen liegen die Interessen der mächtigsten Politiker weit auseinander. Vielen gilt US-Präsident Trump als unberechenbar, der russische Präsident Putin hat den Ruf eines gewieften Taktikers und der chinesische Staatspräsident Xi Jinping beansprucht für China den Status einer führenden Weltmacht.

Die Einzelkämpfer

Zwar stehen offiziell geopolitische Konflikte, Terrorismus, Flüchtlingskrise, Klimawandel und Pandemien auf der Tagesordnung. Doch hinter den Kulissen verfolgen die Kontrahenten der Weltpolitik ihre eigene G20-Agenda. US-Präsident Trump setzt auf "America first" und droht nicht nur mit Handelskriegen. In den Syrien-Krieg schaltete er sich mit einem Vergeltungsschlag ohne UN-Mandat ein. Über Afghanistan ließ er die größte nicht atomare Bombe abwerfen. Seine politischen Positionen wechselt er scheinbar mühelos. Die USA wollen nun doch wieder Weltpolizei sein. Die Beziehungen zu Moskau sind an einem Tiefpunkt angelangt. Die Wirtschaft Russlands liegt am Boden. Aber Kremlchef Putin will den Weltmachtstatus Russlands mit allen Mitteln behaupten und setzt dabei vor allem auf militärische Stärke in Syrien und der Ukraine.

Worte und Taten

Ausgerechnet Pekings Machthaber Xi Jinping gibt sich plötzlich als Retter des Freihandels. Doch kaum eine Nation baut größere Mauern um seine Wirtschaft als China. Obwohl Xi viel von Harmonie spricht, tritt er im südchinesischen Meer offen als Aggressor auf. Denkbar ungünstige Voraussetzungen, um die drängenden Probleme unserer Zeit zu lösen. 

Stand: 28.07.2017 14:45 Uhr

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