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Weltspiegel extra: Havannas neue Freunde

Weltspiegel extra: Havannas neue Freunde

Nach einem halben Jahrhundert Eiszeit zwischen den USA und Kuba wird der letzte Rest des kalten Krieges beendet. Ein Vermächtnis Barak Obamas und des kubanischen Präsidenten Raúl Castro, die diese Annäherung in den letzten Jahren vorbereitet haben. Am 20.7. werden die diplomatischen Beziehungen wieder aufgenommen, und die kubanische Botschaft in Washington eröffnet.

Ein historischer Moment

Kubanische Frau mit US-Flaggen-Hose
Kubanische Frau mit US-Flaggen-Hose

Ein historischer Moment nach all den Jahren der Konfrontation – nach dem Sieg der Revolution 1959 und der Verhängung des US-Embargos gegen das sozialistische Land und nach der Kuba-Krise 1962, die fast zum Atomkrieg führte.
Die Menschen hoffen auf neue Freiheiten und auf einen Boom in der Karibik. Die ARD-Korrespondenten Peter Sonnenberg (Kuba) und Ina Ruck (USA) sind mittendrin im Wandel der Weltgeschichte, wie er schon heute im Alltag sichtbar wird.

Kuba oder USA?

Mitten in Havanna eröffnet ein kubanisch-amerikanisches Paar das Restaurant California Café und vermietet Privatzimmer an Touristen: "Wir glauben, dass wir bald in Kuba besser leben können als in den USA." Und schon ist Havanna zum Mekka der Immobilienmakler geworden. Die alten Prachtvillen dürfen jetzt verkauft werden. Und viele Exil-Kubaner erheben Anspruch auf ihren ehemaligen Besitz. Wie wird sich Kuba gegen den Ausverkauf wehren, und wie lange noch?

Der Handel in Wartehaltung

Taxi auf Straße
In Kuba erfährt man Neuigkeiten am besten bei einer Taxifahrt

Noch sind die Reise- und Handelsbeschränkungen für US-Bürger nur gelockert, nicht aufgehoben. Aber viele arbeiten schon darauf hin, besonders in Miami, der Hochburg der Exil-Kubaner. Dort organisieren Auto-Teile-Händler bereits das Geschäft mit den kubanischen Oldtimern. Viele Exilanten üben harsche Kritik an der Annäherung. Sie sehen sich nach wie vor als Opfer einer Diktatur. Aber sie erhoffen sich doch eine Verbesserung für Menschen- und Bürgerrechte.

Ein Zeichen gegen Diskriminierung Homosexualität

So bricht auch Washingtons bekannter Schwulenchor auf Richtung Havanna. Eingeladen von Raul Castros Tochter Mariela, die ein Zeichen setzen will gegen Diskriminierung von Homosexualität.

Die alten Kämpen der Revolution haben ihre Zweifel an der neuen Richtung. So viel hatten sie für die Besonderheit ihrer Insel geopfert, so lange ausgehalten und so viel aufgebaut. Was wird nun aus ihrem Lebenswerk?

Ein Film von Peter Sonnenberg und Ina Ruck

Stand: 26.11.2016 13:42 Uhr

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