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Energy Drinks - Meist in Dosen
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Statt eine erholsame Pause einzulegen, greift so mancher Autofahrer lieber zu viel Kaffee oder einem Energy Drink. Die sollen ja Flügel verleihen oder das Monster in dir wecken, behaupten zumindest Hersteller. Ob die Drinks bei langen Fahrten wirklich fit halten, probieren wir im Selbstversuch.
Ratgeber-Reporterin Susanne Gebhardt trinkt bei ihrem sehr frühen Frühstück einen Energy Drink, schließlich hat sie eine lange Fahrt vor sich. Auf der Strecke von Saarbrücken nach Stuttgart, immerhin 260 Kilometer, will sie ausprobieren, wie gut sie Energy Drinks fit halten. Um 8.00 Uhr ist sie in Stuttgart beim Technischen Überwachungsverein (TÜV) zu einem Reaktionstest verabredet.
Es geht über Autobahnen und Landstraßen. Nach rund einer Stunde Fahrt macht Susanne Gebhardt ihre erste Pause, nimmt den zweiten Energy Drink zu sich. Nach einer weiteren Stunde gibt es noch eine letzte Dose. Kurz nach 8.00 Uhr erreicht sie Stuttgart. Beim TÜV will sie drei Tests machen, um zu probieren, ob sie noch alles mitbekommt, wie aufmerksam sie noch ist und ob sie schnell genug reagiert.
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Beim Test ist Reaktion gefragt
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Anfangs läuft alles noch recht gut, aber dann häufen sich die Fehler. Andrea Häußler vom TÜV SÜD Life Service erklärt, dass Susanne Gebhardt sich zwar gut geschlagen habe, man jedoch sehe, dass sie übermüdet sei. Das werde besonders bei den monotonen Situationen der Aufmerksamkeitstests deutlich erkennbar.
Wir fragen weiter beim Institut für Ernährungsmedizin an der Uni Stuttgart-Hohenheim. Ärztin Maryam Basrai untersucht, wie sich Inhaltsstoffe von Speisen und Getränken auf den Organismus auswirken. Sie erklärt, dass Energy Drinks koffeinhaltige Erfrischungsgetränke heißen, wobei die Hersteller noch eine ganze Zahl von anderen Substanzen reintun, von denen sie versprechen, dass sie Leistung steigernd seien. Das ist aber wahrscheinlich am ehesten das Koffein. Außerdem ist typischerweise Taurin enthalten, das ist eine Aminosäure. Dazu sind in einer 250-Milliliter-Dose ungefähr neun Stück Würfelzucker. Das heißt, wenn man drei Dosen trinkt, hat man zusätzlich zu seinem Frühstück noch 27 Stück Würfelzucker zu sich genommen. Das gibt wahrscheinlich kurzfristig einen guten Energiekick, der aber wahrscheinlich recht schnell wieder abgeflaut ist.
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Nächtliche leere Straße
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Gleiche Strecke, gleiche Uhrzeiten, nur dieses Mal macht unsere Reporterin den Selbsttest mit Kaffee statt mit Energy Drinks, und dann wieder die Reaktions- und Aufmerksamkeitstests.
Andrea Häußler vom TÜV SÜD Life Service erklärt, dass Susanne Gebhardt im Test in den gleichen Bereichen wie am Vortag Fehler gemacht habe. Es zeigen sich Beeinträchtigungen, die zu Fahrfehlern führen können. Susanne Gebhardt habe ein wenig schlechter abgeschnitten als am Vortag, aber insgesamt sei es das gleiche Muster.
Der Tipp der Expertin: "Müdigkeit mit Willensstärke, Kaffee oder Energy Drinks bekämpfen zu wollen, das funktioniert nicht. Es hilft eigentlich nur: Schlafen."
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 26.08.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.