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Unterwegs mit dem E-Bike

Ratgeber geprüft

Michael Antwerpes auf E-Bike-Tour
Michael Antwerpes auf E-Bike-Tour

Manch Fahrradhändler meint inzwischen, dass Elektro-Räder künftig "normal" und Räder ohne Hilfsmotor Exoten sein werden. Klar ist: Pedelecs boomen. Wer nicht gleich viel Geld ausgeben will, kann erst mal Probefahren, zum Beispiel im Urlaub.

Das richtige E-Bike finden

Peter Beckmann vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club ADFC erläutert, wie man für sich das ideale Elektro-Fahrrad findet.

Seine Tipps:

- Das Fahrrad muss auch ohne Antrieb zum Fahrer passen. Wichtig: Die richtige  Größe und die Ergonomie des Fahrrads.

- Für ein Elektrofahrrad sollte man mindestens 1.500 Euro ausgeben, da dann die Qualität stimmt, so der Experte.

- In verschiedenen touristischen Regionen gibt es Pedelec-Verleih-Netzwerke. Da kann man sich für rund 25 Euro am Tag oder 30-40 Euro am Wochenende ein solches Rad leihen und sich selbst ein Bild vom Fahren mit Hilfsantrieb machen.

Fahrt mit Rückenwind

Beim E-Bike ist der Motor an die Pedale gekoppelt: Ohne zu treten gibt es auch keinen zusätzlichen Schub. Dabei kann man meist zwischen mehreren Stufen wählen.

Vorteil eines Pedelecs, neben der Möglichkeit, schneller unterwegs zu sein und größere Strecken zu schaffen: Es bietet für Untrainierte einen sanften Saisoneinstieg. Man  fährt einfacher, ohne die Muskeln zu überlasten und das Herz zu überfordern. Außerdem schont man Knie und Gelenke.

Ein Mittelmotor sorgt für eine gute Gewichtsverteilung. Von einem Rad mit Motor im Vorder- und Hinterrad rät ADFC-Experte Peter Beckmann ab. Bei 25 Kilometern pro Stunde ist jedoch bei allen Pedelecs Schluss, dann wird abgeregelt. Wer schneller fahren will, muss das ausschließlich mit Muskelkraft schaffen. Es gibt zwar auch Elektro-Räder, die auch bei höheren Geschwindigkeiten noch Zusatzpower geben, so genannte E-Bikes, die benötigen aber ein Versicherungskennzeichen.

Energie für Rad und Radler

In vielen Tourismusregionen bieten Wirte inzwischen E-Bike-Ladestationen an. Das ist vor allem bei bergigen Touren oder mehrtägigen Ausflügen wichtig, denn normalerweise reicht eine Akku-Ladung für eine 50 bis 60 Kilometer-Tagestour.

Fazit: Ein Pedelec ist nicht nur was für Unsportliche. Es macht mehr Spaß, man schafft die Berge und größere Touren.

Wichtig aber: Das Rad muss zum Fahrer passen. Probefahren lohnt sich in jedem Fall.

Stand: 17.06.2014 14:56 Uhr

Sendetermin

So, 30.03.14 | 16:30 Uhr

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Diese Sendung wurde vom
Südwestrundfunk produziert.