SENDETERMIN So, 25.05.14 | 16:30 Uhr

Auto-Kühlboxen im Test

Wo bleibt das Picknick länger kühl?

Vier Kühlboxen zu unterschiedlichen Preisen
Kühlboxen - Gewaltige Preisunterschiede

Kühlakkus sind praktisch, als Erste Hilfe bei Prellungen oder natürlich zum Kühlen von Lebensmitteln in Kühlboxen. Es gibt für Autos auch die moderne Variante: Reisekühlboxen mit eigener Kühlung. Sind sie wirklich den alten Akkus überlegen?

Im Test müssen sich vier Kühlboxsystem beweisen:

  • eine passive Box für 31,80 Euro inklusive zwei externer Kühlakkus,
  • eine thermoelektrische Kühlbox für 39,99 Euro,
  • eine passgenaue Kühlbox, thermoelektrisch, als Autozubehör für 159 Euro,
  • und die Luxusvarainte mit eigenen Kompressor für 699 Euro.

In der passiven Box sollen allein die gefrorenen Akkus für kühle Temperaturen sorgen. 30 Liter passen hinein. Die Box selbst findet überall bequem Platz.

Die thermoelektrische Box mit integriertem Ventilator muss an die Fahrzeugelektrik angeschlossen werden. Das vorhanden Kabel ist lang genug, aber der Ventilator ist deutlich zu hören.

Sicher angeschnallte Design-Kühlbox
Sicher angeschnallte Design-Kühlbox

Die eingepasste und für Komfort entwickelte Zubehör-Box findet auf dem Rücksitz Platz und ist auch während der Fahrt gut erreichbar. Dazu kommt schickes Design. Das hat jedoch seinen Nachteil: Die Box fast nur 15 Liter. Da passt nicht alles rein. Immerhin kann man sie im Auto gut mit dem Gurt befestigen.

Die teuerste Box kühlt mit einem Kompressor und kostet mit fast 700 Euro so viel wie ein vollwertiger Kühlschrank, bei einem Eigengewicht von stolzen 17 Kilogramm. Mit dieser Box kann man sogar einfrieren. Bis -22 Grad sind möglich. Für ein normales Picknick erscheint sie jedoch zu groß und zu schwer.

Kühlleistung

Neben Platzbedarf und Funktionalität zählt aber vor allem die Kühlleistung. Wir überprüfen sie in einer Wärmekammer bei konstant 35 Grad.

Das Wichtigste bei einer Kühlbox ist, dass sie die Temperatur erreicht, die notwendig ist, um die Kühlkette nicht zu unterbrechen. Außerdem muss die Dämmung so gut sein, dass die Kühlbox möglichst lange die niedrigen Temperaturen hält, meint Hans-Ulrich Sander vom TÜV Rheinland.

Welche Box kühlt am schnellsten runter? Bei der Kompressorbox wählen wir als Ziel-Temperatur +5 Grad. Nach einer halben Stunde messen wir die Temperaturen in den Boxen.

Ergebnis: In der günstigen Passivbox mit den gefrorenen Akkus ist es am Kühlsten. Die zwei thermoelektrischen Boxen kommen da nicht mit. Die Kompressorbox ist gut dabei, hat aber nach einer halben Stunde ihre Zieltemperatur noch nicht erreicht.

Nach drei Stunden Kühlzeit ist die Kompressorbox am kältesten. Die beiden thermoelektrischen können nicht mithalten, ihre Kühlleistung ist begrenzt, hängt von der Außentemperatur ab. Die Passivbox schlägt sich beachtlich mit 11,5 Grad.

Kühlboxeninnentemperatur nach 3 Stunden ohne Strom
Nach 3 Stunden ohne Strom

Im letzten Versuch müssen alle vier Kühlboxen zeigen, wie gut sie ohne Stromzufuhr ihren Inhalt kühl bewahren.

Bei 35 Grad Außentemperatur simulieren wir eine dreistündige Pause, ohne Stromversorgung. In der teuersten Box hat es noch 20 Grad, mit 12,6 Grad am kältesten bleibt aber die billigste mit den Kühlakkus.

Fazit

Unser Preis-Leistungssieger ist die passive Kühlbox, die wegen der Kühlakkus nicht auf Strom angewiesen ist und auch nach über sechs Stunden noch immer eine passable Kühlleistung bringt.

Die Kompressorbox kühlt zwar am stärksten herunter, ist aber eher unhandlich und teuer. Die thermoelektrischen Boxen konnten uns im Alltags-Test nicht überzeugen.

Stand: 25.05.2014 16:30 Uhr

Sendetermin

So, 25.05.14 | 16:30 Uhr

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Südwestrundfunk produziert.