SENDETERMIN So, 06.07.14 | 16:30 Uhr

Rücksitzmonitore

Kino für die Autofahrt

Vier Videosysteme mit Rücksitzmonitor
Videosysteme mit Rücksitzmonitor

Eine lange Autofahrt mit Kindern, manchen Eltern gehen da schnell die Spielideen aus. Für Unterhaltung können dann Videosysteme fürs Auto sorgen. Filme gucken unterwegs, wir haben unterschiedliche Systeme ausprobiert.

Die vier Systeme zum Nachrüsten, die wir einem Alltagstest unterzogen haben, sind von:

  • Caliber für 125 Euro
  • Voyager für 117 Euro
  • YMPA (inklusive Kopfstützen) für 250 Euro
  • und für Besitzer eines Tablet-Computers: eine Hama Tablet-Halterung für 36 Euro pro Stück

Einbau

Vor der Reise müssen die Systeme eingebaut werden. Wie einfach funktioniert das?

Das System der Marke Caliber besteht aus zwei Monitoren und einem integriertem DVD-Player. Die Geräte lassen sich durch mitgelieferte Taschen an den Kopfstützen anbringen. Da stören sie auch nicht den vorn Sitzenden, findet die Familie, die die Systeme für uns ausprobiert.

Strom gibt es neben dem Zigarettenanzünder auch aus der Steckdose oder dem internen Akku. Durch Zusammenschluss der Bildschirme läuft auf beiden Monitoren der gleiche Film. Allerdings ist der Blickwinkel auf den Monitor für kleinere Kinder problematisch, findet unsere Testfamilie.

Das Nachrüstsystem von Voyager kann das nach ihrer Ansicht besser. Die Halterungen werden an den Holmen der Kopfstützen angebracht, die Monitore dann einfach aufgesteckt und fixiert. Auch der richtige Blickwinkel ist einstellbar.

Das System von YMPA scheint besonders pfiffig zu sein. Es ist schon in mitgelieferten Kopfstützen integriert, doch mit 250 Euro auch teuer. Und der Anschluss ist  komplizierter als bei den anderen Geräten. Laut Hersteller sollen die Kabel durch den Sitz gezogen werden. In unserem Praxis-Test werden sie nur provisorisch verlegt. Das tatsächliche Verlegen sollte nämlich besser ein Experte machen, um keine Probleme mit den Seitenairbags zu bekommen, die oft auch im Sitz integriert sind. Wer sich für dieses System entscheidet, sollte es also fachgerecht einbauen lassen, was zusätzlich Zeit und Geld kostet. Positiv dagegen: Jede Kopfstütze hat ihren eigenen DVD-Player. So lassen sich gleichzeitig unterschiedliche Filme abspielen.

Wer bereits einen Tablet-Computer besitzt, für den ist das System von Hama interessant. Die Tablet-Halterungen kosten jeweils nur 36 Euro. Der Einbau funktioniert schnell, aber das System wirkt auf unsere Test-Familie wackelig.

Ausstattung

Alle Monitore haben eine ähnliche Ausstattung: DVD-Player, USB und SD-Karten-Anschlüsse. Einen Bonus bietet das System von YMPA. 32 mitgelieferte Spiele sorgen für Abwechslung. Noch mehr Abwechslung verspricht natürlich das Tablet mit seinem großen internen Speicher für Filme und Spiele.

Bild- und Tonqualität

Neben der Größe ist die Auflösung wichtig. Hier liegt das Tablet weit vorn. Bei den Monitoren punktet das Voyager-System mit der höchsten Pixelzahl.

Um die Tonqualität realistisch auszuprobieren, geht es auf die Autobahn. Bei allen Geräten ist der Ton relativ gut, nur beim YMPA-System ist unseren Testern auch die lauteste Einstellung zu leise.

Sicherheit der Halterungen

Vier Systeme im Sicherheitscheck
Vier Systeme im Sicherheitscheck

Thomas Schuster von der Kfz-Prüforganisation KÜS prüft die Befestigungen der Monitore auf mögliche Schwachstellen. Dazu macht er einige Fahrmanöver, wie Slalom, Bremstest und Ausweichen. Dabei treten im Innenraum starke Vibrationen auf, die an den Monitorhalterungen Schrauben lösen könnten. Umherfliegende Teile wären lebensgefährlich.

Erfreulich aber: Alle Befestigungen halten, keine Gefahr für die Insassen, so das Urteil des Sicherheitsexperten.

Außerdem gebe es keine sicherheitstechnischen Bedenken, da alles abgerundet sei und keine scharfen Kanten vorhanden wären. Man müsse aber darauf achten, alles richtig festzuziehen.

Favorit unserer Testfamilie ist am Ende das System Voyager, da es gut einstellbar sei und neben einem großen Monitor eine passende Bild- und Tonqualität biete. Damit küren sie es zu ihrem Preis-Leistungs-Sieger.

Stand: 07.07.2014 09:52 Uhr

Sendetermin

So, 06.07.14 | 16:30 Uhr

Produktion

Diese Sendung wurde vom
Südwestrundfunk produziert.