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Der Geld-Check (3): Wer verdient, was er verdient?

ARD-Themenwoche "Zukunft der Arbeit"

PlayEine solide Berufsausbildung bietet manchmal mehr Chancen als eine akademische Laufbahn. Und das Gehalt muss auch nicht schlechter sein.
Der Geld-Check (3): Wer verdient, was er verdient? | Video verfügbar bis 31.10.2017

Kaum ein Geheimnis wird in Deutschland so streng gehütet wie das eigene Gehalt. In manchen anderen Ländern spricht man ganz offen darüber, wie viel Geld man am Monatsende nach Hause bringt. Manche veröffentlichen sogar die Steuererklärungen im Netz. Aber je geringer die Informationen, desto größer die Neugierde, wie viel der Nachbar oder die Kollegin am Schreibtisch nebenan bekommt. Sät die Heimlichtuerei eher Misstrauen? Oder sorgt sie für Ruhe im Karton, weil kein Neid aufkommen kann?

Was bleibt netto übrig?

Wie hoch ist überhaupt das mittlere Gehalt eines Industriekaufmanns, einer Verkäuferin oder eines freien Journalisten? Verdienen Ärztinnen und Ärzte tatsächlich ein Vielfaches des Pflegepersonals? Kann ein Vorstandschef jeden Tag tatsächlich so viel leisten wie 300 Kolleginnen und Kollegen am Band? Oder verdienen die manchmal auch mehr, als man glaubt?

Friseurin bei der Arbeit – mit Kamerateam
Friseurin – immer noch einer der gefragtesten Berufe. Das vergleichsweise niedrige Gehalt wird in Kauf genommen, wenn die Arbeit Freude macht und das Betriebsklima stimmt.

Wie haben sich die Einkommen im Verhältnis zu den Preisen entwickelt? Wie lange muss man heute für einen Kühlschrank oder ein Auto arbeiten? Was bleibt netto übrig, wenn man Steuern und Sozialversicherungen abzieht? Wie haben sich die Einkommen der besonders Armen und der besonders Vermögenden entwickelt? Und wer legt eigentlich fest, wie viel jemand verdient? Wie viel hat das Einkommen mit der persönlichen Leistung zu tun und wie lässt sich der volkswirtschaftliche Wert einer Arbeitsleistung überhaupt ermitteln?

Wie sieht die Berufswelt von morgen aus?

Ganz wichtig auch der Blick in die Zukunft: Die Digitalisierung der Wirtschaft wird gravierende Veränderungen mit sich bringen. Schon heute konkurrieren digitale Tagelöhner mit Kolleg/innen aus der ganzen Welt. Und immer häufiger müssen sie schon fertige Lösungsvorschläge einreichen, um sich überhaupt für ein Projekt bewerben zu können. Was heißt das für den sozialen Zusammenhalt in der Berufswelt von morgen?

Fragen denen das Team der SR-Wirtschaftsredaktion im "Geld-Check: Wer verdient, was er verdient?" nachgeht.

Film von Sigrid Born und Edith Dietrich