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Messen des Cholesteringehaltes im Blut
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Der Cholesterinwert gehört zu den am häufigsten bestimmten Laborwerten. Ist der Spiegel im Blut erhöht, herrscht oft große Unsicherheit – bei den Betroffenen, aber auch bei den Ärzten. Wann muss der Wert gesenkt werden? Wann muss man Tabletten einnehmen und wann reicht eine Änderung des Lebensstils? Wichtig ist zunächst: Bei der Betrachtung des Werts reicht das „Gesamtcholesterin“ nicht aus. Immer müssen auch die Werte für das „gute“ und das „schlechte“ Cholesterin einzeln ermittelt werden, um das Gesundheitsrisiko richtig einschätzen zu können. Befindet sich viel schädliches LDL-Cholesterin im Blutstrom, entstehen vermehrt Ablagerungen an den Blutgefäßwänden. Die HDL-Proteine sind dagegen nützliche Cholesterinschleuser: sie können überschüssiges Cholesterin abtransportieren und senken somit die Werte. Als Orientierung für ein „gesundes“ Gesamt-Cholesterin gelten 200 mg/dl. Dem entsprechen 5,2 mmol/L, so die international übliche Einheit.
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Grafik: Gesamt-Cholesterinwert
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Neu ist: Der Gesamt-Cholesterin-Wert darf etwas erhöht sein, solange keine weiteren Risikofaktoren bestehen. Erst Risikofaktoren wie Übergewicht, Rauchen und Bluthochdruck bedeuten Gefahr eines Herzinfarktes oder Schlaganfalls, wenn dann wiederum der LDL-Wert erhöht ist.
Liegt dabei nur ein Risikofaktor vor, wie beispielsweise Übergewicht, darf der LDL-Wert bis zu 160 mg/dl. oder 4,1 mmol/L betragen. Wichtig ist: Wer solche leicht erhöhten Werte hat, kann viel erreichen mit regelmäßiger Bewegung und ausgewogener Ernährung. Um Tabletten kommt man meist nicht herum, wenn zu einem erhöhten LDL-Wert mehrere Risikofaktoren kommen. Dann muss der Wert herabgesenkt werden. Auch hier sollten jedoch die Lebensgewohnheiten umgestellt werden, die medikamentösen Fettsenker kommen zusätzlich zum Einsatz. Für wen das notwendig ist, ist mit einer Faustregel meist nicht zu entscheiden. Berechnen kann das Risiko der Hausarzt oder der behandelnde Arzt mit einer Formel. In diesen Risikorechner gehen alle Risikofaktoren des Menschen ein, wie sein Alter sein Geschlecht und die familiäre Belastung. Ist nach dieser Berechnung das Risiko größer 20 Prozent, in den nächsten 10 Jahren einen Infarkt zu erleiden, würde man eine fettsenkende Therapie einleiten.
Info-Box: Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V.
Waldklausenweg 20
81377 München
Tel.: 089 - 719 10 01
Fax: 089 - 714 26 87
E-Mail: info@lipid-liga.de im Internet: www.lipid-liga.de
Veröffentlichungen der Lipid-Liga: Patientenratgeber Fettstoffwechselstörungen - Information kompakt, € 1,95 zzgl. Versandkosten.
Info-Box: "Ihre Fragen - unsere Antworten. Ein ausführliches Nachschlagewerk rund um die Themen Fettstoffwechselstörungen und Atherosklerose",
19,90 Euro zzgl. Versandkosten
"Bessere Cholesterinwerte auch ohne! Medikamente",
16,80 Euro zzgl. Versandkosten, ISBN 978-3-9806477-0-0
Bücher und Broschüre kann man bestellen online unter www.lipid-liga.de,
Rubrik Online-Shop oder über die Geschäftsstelle der DGFF (Lipid-Liga) e. V.
Die Bücher sind auch im Buchhandel erhältlich. Es kostet für Nicht-Mitglieder der DGFF 16,80 Euro und für Mitglieder der DGFF 14,80 Euro (incl. MwSt. zzgl. Versandkosten).
Info-Box: Risiko-Rechner (für Ärzte) www.assmann-stiftung.de
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 19.01.2013. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.