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Hinterhofhaus im Zentrum von Düsseldorf
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Baugrundstücke in begehrten Großstadtvierteln sind für private Bauherren mittlerweile rar geworden. Und wenn sich doch eines findet, ist es für die meisten unbezahlbar. Eine Alternative können jedoch unscheinbare Hinterhöfe bieten. Selbst auf kleinem Raum lassen sich oft Lösungen mit großem Wohnkomfort finden.
Umringt von Häusern aus der Gründerzeit und mitten im Zentrum von Düsseldorf liegt eine Wohnoase im Hinterhof. Das 2003 errichtete Haus bestand zunächst nur aus einem zweigeschossigen anthrazitfarbigen Betonbau. Letztes Jahr folgte dann noch ein Dachaufbau in Holztafelbauweise. Bei der Planung des Hauses war das schmale Grundstück nur die kleinste Herausforderung. Auf 14 x 5 Metern Baufläche fügt sich das Haus wunderbar in die enge Situation ein. Bauherr und Architekt Oliver Buddenberg musste jedoch noch ganz andere Hürden bewältigen. „Wir mussten das Haus mit einer Seite an das Nachbargrundstück setzen und haben dadurch eine Brandwand. Und in einer Brandwand dürfen keine Fenster rein. Das heißt, eine komplette Seite ist fensterlos.“
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Der Verzicht auf Innenwände sorgt für einen Licht durchfluteten Raum
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Die Lösung des Problems: Der Bauherr entschied sich in den ersten beiden Geschossen für eine offene Struktur und verzichtete komplett auf Innenwände. Das Ergebnis: auf jeder Ebene ein Licht durchfluteter großer Raum. Dafür sorgen nicht nur großflächige Fensterfronten, sondern auch eine Öffnung der Zwischendecke.
Die Kinder sind mittlerweile in den neu errichteten Dachaufbau umgezogen. Auf knapp 50 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich zwei durch eine Terrasse getrennte separate Räume sowie ein zusätzliches Badezimmer. Knapp 2.500 Euro betrug der Baupreis pro Quadratmeter für das gesamte Haus. Oliver Buddenbergs Einfamilienhaus ist auch als gelungenes Beispiel im Düsseldorfer Hinterhofatlas zu finden, herausgegeben von der Stadt Düsseldorf. „Wir versuchen mit diesem Atlas die Hausbesitzer zu ermutigen, auch mal darüber nachzudenken, die Hinterhöfe anders zu nutzen. Man kann nicht pauschal sagen, dass es überall funktioniert. Teilweise benötigt man auch die Zustimmung der Nachbarn.“
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Ehemalige Seniorentagesstätte im Kölner Hinterhof: der Blick von oben ist alles andere als einladend
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Ein weiterer Hinterhof - mitten im belebten Südstadtviertel von Köln. Hier liegt ein bungalowartiges Wohnobjekt der seltsamen Art. Es ist fast völlig von Mauern anliegender Flachbauten umrundet und - bis auf eine kleine Dachöffnung - ziemlich fensterlos. Auch die schmale Eingangsfront im Hof vermittelt nicht gerade einen erhellenden Eindruck. Doch der Schein trügt. Im Inneren entpuppt sich die karge Fassade als ein lichtdurchflutetes Wohnhaus. Dafür sorgen zwei im Zentrum des großen Wohnraumes liegende Atrien sowie ein verglaster Dachaufsatz. Das Licht für das gesamte Haus kommt alleine von oben.
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Die Öffnung des Daches sorgt für Helligkeit: Licht kommt allein von oben
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Zuvor war das Gebäude als Altentagesstätte genutzt worden. 2010 lief der Vertrag aus und es stand lange leer. Etwa zur gleichen Zeit hatte Andreas Nölke und seine Familie genug vom Landleben und suchten einen Wohnsitz im Zentrum von Köln. Über Monate hinweg informierten sie sich bei Anbietern von Wohnimmobilien. Doch der Markt war leergefegt. „Und dann hat meine Frau angefangen, bei den Gewerbeimmobilien zu schauen. Und gleich die erste war dann diese. Wir haben uns das angesehen und haben gleich gesagt: Ja, das ist es“, erzählt Andreas Nölke.
Das im Vergleich zu Wohnimmobilien preiswerte Gewerbeobjekt blieb weitgehend vom Umbau verschont. Die offene Wohnstruktur wurde ebenso übernommen wie das große Badezimmer. Ein Großteil der Umbaukosten von 60.000 Euro steckten die Bauherren in den Eingangsbereich. Wo ehemals kleine Zimmer lagen, befindet sich nun der offene und großzügige Schlafbereich der Eltern. Für Familie Nölke war es ein regelrechter Glücksgriff. Der Blick auf die Gewerbeimmobilien bescherte Ihnen einen ruhigen Wohnsitz in einer 1a-Hinterhoflage, mitten in der Großstadt.
Autor: Jörg E. Mayer
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 07.10.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.