Coffee to go: Fluch oder Segen?

 Yvonne Willicks und Thomas Fischer sprechen über die Auswirkungen des Coffee-to-go-Konsums.
Yvonne Willicks und Thomas Fischer sprechen über die Auswirkungen des Coffee-to-go-Konsums.

Schaut man sich auf den Straßen um, so sind Menschen mit einem Coffee-to-go-Becher in der Hand ein stets präsentes Bild. Sei es in der Mittagspause, auf dem Weg zur Arbeit oder als Shopping Begleiter – so ein Kaffee zum Mitnehmen erscheint als etwas sehr praktisches, wenn man keine Zeit oder keine Lust hat, sich in ein Café zu setzen.

Was jedoch kaum einer bedenkt ist, dass durch den Verbrauch von Coffee-to-go-Bechern eine unglaubliche Dimension an Müll entsteht. Thomas Fischer von der deutschen Umwelthilfe erklärt Yvonne Willicks: 7,6 Millionen Becher landen pro Tag alleine in Deutschland im Müll, das entspricht 86 Mal der Höhe des Mount Everest. Hinzu kommt, dass die Becher auf Grund ihrer Innenbeschichtung schlecht recycelbar sind und deswegen verbrannt werden.

Tipp: Wenn sich mehr Menschen ihren eigenen (wiederverwendbaren) Becher mitnehmen und sich ihren Coffee-to-go einfach in den eigenen Becher füllen lassen, könnte der enormen Zahl von 2,8 Milliarden Bechern pro Jahr wenigstens ein bisschen entgegengewirkt werden. Außerdem wird der Kaffee im eigenen Thermobecher auch nicht so schnell kalt.

Übrigens: In München und  Berlin ist sogar schon eine Verbrauchersteuer im Gespräch, die den Kauf der Pappbecher ein wenig verringern soll. Laut "Stern" hat das Berliner Abgeordnetenhaus sogar schon bestätigt, dass so eine Steuer theoretisch möglich sei. Bis zu 20 Cent könnten erhoben werden, um den Kunden dazu zu bringen, einen Mehrwegbecher befüllen zu lassen.