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Warum dauern Downloads und Streams so lange? Ratgeber Internet zeigt, wie man die Leistung seines Anschlusses überprüfen kann und worauf man beim Anbieterwechsel achten sollte.
Der 33-jährige Halil Jakupovic liebt es rasant - nicht nur auf der Straße, sondern auch im Internet. Das Netz nutzt er nicht nur am PC. Er schaut auch Fernsehen über die DSL-Leitung. Schließlich hat er einen Anschluss mit einer Übertragungsrate von 16.000 Kilobit beziehungsweise 16 Megabit pro Sekunde.
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Was tun, wenn die Leitung mal wieder lahmt?
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Doch plötzlich reichte die DSL-Leitung nicht mehr aus: „Wenn Sie ein Fußballspiel angeschaut haben, dann hat der Stürmer den Ball geschossen und der stand dann in der Luft, ist dann irgendwann weitergeflogen beziehungsweise war schon im Netz“, erzählt Halil Jakupovic.
Das Fernsehen machte Halil Jakupovic so keinen Spaß mehr. Der O2-Kunde testete die Übertragungsrate der Leitung mit verschiedenen Programmen. Sein Ergebnis: „Ich bin davon ausgegangen, dass ich eventuell nicht die Hundertprozent Leistung bekomme. Aber dass ich dann am Ende des Tages mit weniger als 50 Prozent der Leistung nach Hause komme, das hat mich dann doch etwas bestürzt.“ Der O2-Kunde fühlt sich abgehängt im Netz. Wie kann das sein?
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Die DSL-Bandbreite lag bei O2 zwischen 5.000 und 16.000 Kilobit pro Sekunde.
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Ein Blick ins Kleingedruckte bringt die Antwort: Entscheidend ist hier die DSL-Bandbreite. Bei O2 liegt sie zwischen 5.000 und 16.000 Kilobit pro Sekunde. Das gilt auch für andere Anbieter. Bei Vodafone zum Beispiel fängt die 16.000er-Leitung bei 6.145 Kilobit ein. Ein ähnliches Bild bietet die Telekom.
Ein Anrecht auf die 16 Megabit hat Halil Jakupovic also nicht. Aber welche Übertragungsrate braucht der Nutzer? Mit Johannes Endres vom Computermagazin „c´t“ machen wir einen Test und simulieren Übertragungsraten von 384 Kilobit, zwei Megabit, sechs und 16 Megabit.
Wir wollen wissen, wie schnell ein Videostream bei den verschiedenen Übertragungsraten läuft. Bei maximaler Übertragungsgeschwindigkeit läuft der Film ohne zu ruckeln. Anders jedoch bei den langsameren Leitungen: „Bei dem DSL-light mit 384 Kilobit ist das Video nicht mal losgelaufen. Das hat also offensichtlich gar keinen Sinn. Und auch bei zwei Megabit stockt es immer. Ab sechs Megabit kann man sich die meisten Videos angucken“, fasst Johannes Endres das Ergebnis zusammen.
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Auch beim Download großer Dateien zeigt sich der Unterschied.
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Der Download einer großen Datei dauert mit Maximalgeschwindigkeit keine zwei Minuten. Nur etwas langsamer geht es mit sechs Megabit. Bei zwei Megabit sind es schon knapp 20 Minuten, bei niedrigster Übertragungsrate sogar gut eineinhalb Stunden. Auch beim Aufruf aufwendiger Webseiten muss der Nutzer mit geringer Übertragungsrate klare Abstriche machen. Ab sechs Megabit lassen sich die meisten Anwendungen aber gut nutzen.
Hin und wieder hat Halil Jakupovic auch Glück: Dann reicht die Übertragungsrate aus und das Fernsehbild ruckelt nicht mehr. Den Grund dafür kennt er allerdings nicht. O2 schreibt uns: „Aus technischen Gründen beziehen wir uns bei Vertragsabschluss auf Erfahrungswerte. Deshalb geben wir bei den Übertragungsgeschwindigkeiten eine Spanne an.“ Auf superschnelles DSL kann sich Halil Jakupovic also nicht verlassen.
Autor: Moritz Schröder
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 10.11.2012. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.