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Der Discounter-Check in Bildern: Die Ergebnisse

Beim "Discounter-Check" begleitet uns unter anderem die Familie Lapp-Lukic aus Essen. Sie sind Fans von Aldi Süd. Ob sie das auch bleiben?

Beim "Discounter-Check" begleitet uns unter anderem die Familie Lapp-Lukic aus Essen. Sie sind Fans von Aldi Süd. Ob sie das auch bleiben?

Unser 1. Check: Der Preis. In jedem der drei Discounter sollen Testeinkäufer eine Einkaufsliste abarbeiten und – wenn es verschiedene Varianten zu unterschiedlichen Preisen gibt – jeweils immer das teuerste Produkt kaufen.

Vor allem die Meersalzbutter bei Netto schlägt zu Buche.

Und dieses Bild setzt sich weiter fort. In einer Stichprobe von uns war der Warenkorb bei Netto am teuersten. Unser 1. Check-Ergebnis: 2 Punkte für Lidl, 1 für Aldi und 0 für Netto.

Der Preis ist nicht alles, es muss auch schmecken. Also ab in die Kantine, hier findet unser zweiter Check statt: Geschmack!

Die Tester probieren dreimal das gleiche Produkt, gekauft bei den verschiedenen Discountern und vergeben Punkte von 1 bis 3. Es handelt sich übrigens um hochpreisige Produkte der Discounter.

Und auch die Küchen-Profis geben ihr Urteil ab.

Unser Ergebnis: Lidl holt sich 2 Punkte, Netto einen und Aldi geht leer aus.

In unserem dritten Check geht’s um die Frische, die – wie hier zu sehen – nicht immer einwandfrei ist. Doch wo finden wir die meisten Gammelprodukte?

In ganz Deutschland kaufen Tester für uns das gammeligste Produkt in der Auslage. Jeweils Eisbergsalat, Weintrauben und Erdbeeren.

Gemeinsam mit einem Experten bewerten wir die von unseren Testern gekauften Lebensmittel. Das Ergebnis…

…auch hier holt Lidl sich wieder die Höchstpunktzahl. Ist damit alles entschieden?

Wir checken weiter und schauen uns das Sortiment der Discounter an.

Hier muss Familie Lapp-Lukic ran: Sie versuchen bei den drei Discountern eine Einkaufsliste aus Obst, Gemüse und Kräutern abzuarbeiten. Alles wie im echten Leben unter Zeitdruck. Und was es nicht gibt, muss im nahegelegenen Edeka nachgekauft werden – damit die Salate für die Grillparty auch etwas werden.

Zusammen mit weiteren Testrunden gewinnt hier Lidl, darauf folgen Netto und Aldi.

Mit den gekauften Zutaten veranstalten die Lapp-Lukics eine Grillparty. Da darf das Fleisch nicht fehlen. Wir kaufen Rumpsteak bei den drei Discountern. Welches schmeckt am besten?

Wir haben noch weitere Tester gefragt und das Ergebnis ist eindeutig: Nettos Rumpsteak schmeckte am besten.

Doch wo kommt das Discounter-Fleisch überhaupt her? Auf den Verpackungen finden wir QR-Codes, sie versprechen Hinweise auf die Fleischherkunft.

Die QR-Codes haben unter anderem mehrere Orte im Münsterland angegeben. Wir wollen mal wissen, wie weit man mit so einer Info kommt, und fahren hin…

Insgesamt sind wir 207 km gefahren, ohne konkret auf einen Hof gestoßen zu sein, der die entsprechenden Schweine auch züchtet.

QR-Codes führen uns auch zu Videos, die angeblich die Haltung der Schweine zeigen. Erstaunlicherweise sind sie bei Aldi und Lidl identisch – obwohl es sich einmal um Bio- und einmal um konventionell erzeugtes Fleisch handeln soll…

Unser Urteil für die Fleischherkunft: Kein Discounter bekommt einen Punkt. Transparenz sieht anders aus.

Unser letzter Check: die Bezahlung. Soviel zahlen die Discounter (ohne diverse Extras) auf den ersten Blick…

…aber in Gesprächen mit vielen derzeitigen und ehemaligen Mitarbeitern bekommen wir ein anderes Bild. Überstunden werden demnach oft nicht bezahlt und manchmal sogar Stundenzettel manipuliert.

Bei Lidl kamen uns die wenigsten Zweifel: 2 Punkte. Ähnlich Aldi Süd, doch die Schwester im Norden trübte unser Aldi-Gesamtbild: 1 Punkt. Netto gelang es am schlechtesten, die zahlreich aufgetretenen Zweifel auszuräumen: 0 Punkte.

Unser Gesamturteil: Lidl gewinnt unseren Discounter-Check mit 11 Punkten. Netto bekommt 4, knapp dahinter Aldi mit 3 Punkten.