FAQ – Apple-Check

Das wollten unsere Zuschauer am häufigsten wissen

Aufgrund der großen Resonanz können wir leider nicht individuell auf jede Zuschrift eingehen und bitten dafür um Verständnis. Wir haben Kritik und Fragen stattdessen geordnet und gebündelt. Im Folgenden finden sich unsere Antworten dazu.

Bedeutet Ihr MRT-Untersuchungsergebnis, dass Apple-User dumm sind?

Zunächst müssen die MRT-Ergebnisse als Mittelwert sowohl der untersuchten Apple- als auch der Samsung-User verstanden werden. Es wurden im Durchschnitt beim Betrachten von Apple-Geräten Hirnregionen aktiviert, die mit dem Mögen von Personen und dem Bewerten von emotionalen Gesichtern verbunden sind. Die Untersuchung liefert ausschließlich Informationen über die aktivierten Hirnregionen beim Betrachten von verschiedenen Produkten und keine Informationen zur Intelligenz verschiedener User.

Zum Vergleich der Tablets an der RWTH Aachen: Wurden außer dem Entsperrmodus und der Kamera auch weitere Funktionen getestet?

Ja, zum Beispiel die Übersichtlichkeit und Verständlichkeit bei der Inbetriebnahme des Tablets (wie im Film gezeigt), die Einrichtung eines Kontos, die Lesefunktion, die Tastatur und die Videofunktion. Aus Zeitgründen haben wir uns im Film auf die Aspekte konzentriert, die mit Blick auf intuitive Bedienung am relevantesten waren.

Warum haben Sie vom Surface von Windows gesprochen? Das Surface ist doch ein Gerät von Microsoft.

Hier ist uns im Text leider ein kleiner Verdreher unterlaufen. Natürlich wissen auch wir, dass das Surface ein Microsoft-Gerät und Windows das dazugehörige Microsoft-Betriebssystem ist. 

Warum haben Sie dem gezeigten Rentner im Film nicht ein Microsoft-Tablet in die Hand gegeben?

Dieter Gripp, einer der Protagonisten im Apple-Check, hat auch schon vor unserer Produktionszeit ein iPad besessen. Wir haben dokumentiert, welche Probleme er beim Benutzen seines eigenen iPads hatte.

Warum wurde für den Datentransfer zwischen Herrn Gripps iPad und seinem iPod ein PC und kein Mac verwendet?

Dieter Gripp hat selber auch keinen Mac, sondern einen PC. Für den Datenaustausch ist diese Frage aber zweitrangig. Es hat ja auch am PC geklappt.

Warum blieb die Behauptung von Dieter Gripp, "die bei Apple" hätten keine Ahnung, unkommentiert?

Wir haben nach dieser Äußerung im Sprechertext gesagt, dass dies seine Vermutung nach einer einzelnen Beratung war.

Warum bekommt Apple beim Thema Einfachheit nicht die volle Punktzahl, nur weil Herr Gripp mit der Weiterentwicklung seines iPads nicht zurecht kommt?

Für Dieter Gripp hat sich das iPad nicht als intuitiv herausgestellt. Eine Weiterentwicklung, die Abläufe erschwert oder wo es dann heißt, man müsse sich ein neues Gerät kaufen, stellt zudem in unseren Augen keine Vereinfachung dar. 

Wie kann man Qualität daran messen, indem Smartphones in ein Bier getaucht werden?

Dass Smartphones durch einen Unfall nass werden können, ist eine lebensnahe Situation. Häufige Ursachen dafür sind umgeschüttete Gläser oder dass das Telefon aus Versehen ins Waschbecken oder in die Toilette fällt. In diesen Fällen möchten die Kunden sicherlich, dass ihr Gerät robust ist und einfach repariert werden kann. Dass der Akku bei Apple nicht einfach herausnehmbar ist, ist da ein Hindernis. Damit gewährleistet ist, dass beide Smartphones gleich viel Flüssigkeit ausgesetzt sind, haben wir die Bierglasvariante gewählt.

Der Check "Ist Apple seinen Preis wert?" beschränkte sich außerdem nicht allein auf das Ergebnis des den Bierglasunfall. Unser Checkurteil basierte auch auf den Testergebnissen diverser Apple-Geräte bei Stiftung Warentest und auf der Diskrepanz zwischen Materialkosten und Verkaufspreis beim iPhone 5.

Warum haben Sie bei Ihrem Bierglasversuch ein iPhone 3GS gegen ein Samsung Galaxy S II antreten lassen?

Bei unserem Bierglasversuch ging es vor allem um die Problematik des fest verbauten Akkus. Solche gibt es nicht nur bei älteren iPhones, sondern auch bei anderen, neueren Apple-Produkten. Beim Samsung-Handy handelte es sich zudem auch nicht um das neueste Modell, das es auf dem Markt gibt. Die Stichprobe war lebensnah – nicht jeder kann sich das neueste Smartphone leisten.

Warum sollte man einen Akku überhaupt austauschen wollen?

Nach einer gewissen Lebensdauer verlieren Akkus ihre Leistungsfähigkeit. Außerdem kann ein Akku durch ein Versehen oder durch einen Baufehler kaputt gehen. Gerade das neue iPhone 5 hat zudem eine relativ geringe Akku-Laufzeit im Surfbetrieb (laut Stiftung Warentest 2,5 Stunden im Vergleich zu 5 Stunden bei anderen Marken). Doch auch das Arbeiten mit einem Ersatzakku ist beim iPhone 5 nicht möglich. Der Benutzer ist somit darauf angewiesen, sein Ladekabel mitzunehmen und eine Stromquelle zu finden.

Warum haben Sie sich beim Reparaturdienst nicht für einen Apple-Vertragspartner entschieden?

Wir wollten kein neues Gerät haben, sondern das Smartphone reparieren lassen. Dafür haben wir bewusst keinen Apple-Vertragspartner gewählt – wir wollten eine unabhängige Einschätzung bekommen. Zumal es sich bei dem Versuch um einen Vergleich zwischen einem Apple- und einem Samsung-Produkt gehandelt hat.

Wieso haben Sie bei der Preiszusammensetzung eines iPhone 5 die Entwicklungs- und Marketingkosten nicht berücksichtigt?

Wir haben gesagt, dass es uns um die reinen Materialkosten des iPhone 5 ging. Natürlich gibt es darüber hinaus noch weitere Kosten, z. B. für Entwicklung oder Vertrieb. Auch deren Einbeziehung hätte an der Grundaussage des Vergleichs nichts geändert. Experten schätzen, dass Apple pro iPhone einen Gewinn von ca. 50% macht – selbst wenn Kosten für Vertrieb, Transport, Entwicklung, Marketing usw. eingerechnet werden.

Das iPhone 5 ist zudem de facto teurer als vergleichbare Produkte der Konkurrenz. Der Listenpreis des Geräts unterscheidet sich zwar nicht stark von Listenpreisen der Konkurrenzprodukte. Das iPhone wird aber laut Stiftung Warentest kaum unter Listenpreis verkauft, während es vergleichbare Konkurrenzprodukte oft bis zu 100 Euro günstiger zu kaufen gibt. 

Wie können Sie beim Preis-Leistungs-Vergleich die "Leistung" ohne Berücksichtigung der Anwenderfreundlichkeit, Programmvielfalt usw. bewerten?

Die Anwenderfreundlichkeit hatte unter dem Begriff "Einfachheit" ein eigenes Kapitel im Apple-Check. Mit Blick auf die Programmvielfalt bietet Apple zwar durchaus viele Programme an, manche Programme funktionieren aber auf einem Apple-Gerät nicht. Grundsätzlich spielte der Aspekt "Leistung" natürlich in den Tests von Stiftung Warentest eine große Rolle. Dies wurde auch im Film thematisiert. Die Ergebnisse sind in unsere Bewertung mit eingeflossen.

Warum haben Sie im Fairness-Teil nur Apple beleuchtet und sind nicht auch auf die Produktionsbedingungen bei der Konkurrenz eingegangen?

Man kann in einem 45-minütigen Film nicht bei allen Punkten alle Konkurrenten miteinander vergleichen. Die Sendung war ein Apple-Check, und Apple muss in Sachen Fairness für sich genommen seiner Verantwortung gerecht werden. Es ist wie auf dem Fußballplatz: Foul ist Foul – egal, was der Gegner macht. Es versteht sich u. E. von selbst, dass wir bei einem Apple-Check dieses Unternehmen an Gesetzen, gesellschaftlichen Normen und unternehmenseigenen Maßstäben messen. Das Verhalten von Wettbewerbern darf bei diesem Punkt u. E. ein Urteil nicht beeinflussen.

Warum wurde nicht erwähnt, dass Apple bei Foxconn einen Betriebsrat installiert?

Diese Meldung wurde kurz vor Ausstrahlung der Sendung veröffentlicht. Wir können noch nicht erkennen, ob und wenn ja wie diese Ankündigung in die Tat umgesetzt wird. Außerdem handelt es sich offenbar um eine Ankündigung von Foxconn – nicht von Apple. Wir haben Apple zudem vor der Sendung Fragen zu Foxconn gestellt – in der Antwort von Apple ist von einem Betriebsrat nicht die Rede.

Wieso wurde nicht erwähnt, dass Apple dafür gesorgt hat, dass Foxconn die Löhne erhöht hat?

Wir haben erfahren, dass Foxconn in Shenzhen 35 Euro mehr zahlt, als der chinesische gesetzliche Mindestlohn vorschreibt. Das wurde im Film erwähnt. Dass Apple für diesen Lohn verantwortlich ist, lässt sich nicht bestätigen. Viele Experten schätzen, dass vor allem der Druck der chinesischen Regierung zu dieser Erhöhung geführt hat. Außerdem haben unsere Recherchen ergeben, dass bei vielen andern Zulieferern nur der chinesische Mindestlohn gezahlt wird.

Warum gab es keine Infos darüber, dass Apple seit Ende 2012 die iMacs wieder in den USA herstellt?

Ein 45-minütiger Film kann nicht alle Aspekte, die eine Marke betreffen, erwähnen. Fakt ist: Ein Großteil der Produktion von Apple-Geräten findet weiterhin in Asien statt.

Apple wird für seine Firmenpolitik an den Pranger gestellt. Ist nicht Gewinnmaximierung Ziel eines jeden Unternehmens?

Der Umstand, dass Unternehmen nach Gewinn streben, spricht sie u. E. nicht von sozialer Verantwortung frei.

Warum wurden Vergleiche immer nur mit Samsung vorgenommen?

Bei der Untersuchung der Einfachheit von Tablets an der RWTH Aachen und bei der Frage, wie Apple im Vergleich zu anderen Anbietern bei Stiftung Warentest abgeschnitten hat, wurden neben Apple und Samsung auch Produkte anderer Marken hinzugezogen. Im Bereich der Smartphones erschien es uns sinnvoll, einen Vergleich mit Samsung als größtem Apple-Konkurrenten vorzunehmen.

Machen Sie bald auch einen Samsung-Check?

Über weitere Checks wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Um welche Titelmusik handelt es sich beim Markencheck?

Es handelt sich um "Battle without honor or humanity" von Tomoyasu Hotei aus dem Film "Kill Bill".

Wo kann man das große Papp-iPhone bekommen, das beim Markencheck-Stand zu sehen war?

Es handelt sich hierbei um ein Unikat, das extra für den Dreh hergestellt wurde.

Was sagen Sie zu dem Vorwurf, der Markencheck betreibe Schleichwerbung?

Der Markencheck setzt sich kritisch und unabhängig mit den geprüften Unternehmen auseinander. Wir betreiben dabei keine Schleichwerbung, sondern schauen vielmehr hinter die Kulissen der Marken. Wieso kaufe ich gerade diese Marke, was bekomme ich dafür, und welche Produktionsbedingungen unterstütze ich damit? Das sind die zentralen Fragen jeder Folge.

Warum haben Sie nicht die Einfachheit der Vernetzung zwischen Geräten oder die Sicherheit von Apple-Produkten gecheckt?

Aus Zeitgründen konnten wir den Aspekt der Kompatibilität nur streifen und haben uns in puncto Einfachheit auf den umfassenden Usability-Check an der RWTH Aachen und Dieter Gripps Problem mit seinem iPad konzentriert. Auch der Sicherheitscheck fiel der Zeit zum Opfer. Über das Thema "Sicherheit von Smartphones" haben wir von der WDR-Wirtschaftsredaktion zudem in den Sendungen "markt" und "Ratgeber: Internet" bereits ausgiebig berichtet.

Warum haben Sie nicht wie angekündigt den Service gecheckt?

Der Serviceaspekt wurde sowohl bei Dieter Gripps Problem mit seinem iPad als auch beim Thema Akkuwechsel thematisiert. Eine längere Auseinandersetzung mit dem Thema war aus Zeitgründen leider nicht möglich.

Warum wurden nicht weitere Probleme des iPhones erwähnt, z. B. Verbindungsprobleme, Probleme mit dem Menü-Button oder Anfälligkeit für Kratzer?

Beim iPhone haben wir uns vor allem auf die Problematik des fest verbauten Akkus konzentriert, da dies für viele Kunden ein Ärgernis ist.

Einige Zuschauer haben weitere Themenbereiche im Film vermisst, z. B. die Notwendigkeit von Apple Accounts zum Nutzen von iTunes, das Thema Apple und Apps, die Kombinierbarkeit von Apple-Produkten mit Konkurrenzprodukten, das Thema Apple und Gewährleistung oder die Eignung von Apple-Produkten für Blinde. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir in 45 Filmminuten leider nicht jeden Aspekt einer Marke beleuchten können.

Sprungmarken zur Textstelle

Zurück zum Check