FAQ – Der Bauhaus/OBI-Check

Das wollten unsere Zuschauer am häufigsten wissen

Bauhaus/OBI-Check
Wie gut sind die Allround-Märkte?

Aufgrund der großen Resonanz können wir leider nicht individuell auf jede Zuschrift eingehen und bitten dafür um Verständnis. Wir haben Kritik und Fragen stattdessen geordnet und gebündelt. Im Folgenden finden sich unsere Antworten dazu.

Welche Farben haben wir benutzt? Eigenmarken?

Folgende Farben haben wir in unserem Check verwendet: Swingcolor Mix-Arktisweiß von Bauhaus für 28,75 Euro, OBI Disign Color Mix für 34,99 Euro und im Fachhandel haben wir die Wandfarbe Herbol Innenweiß CL-Color erhalten, der Preis: 63,31 Euro.

Wofür stehen FSC und PEFC?

Bei Holz mit FSC oder PEFC Zertifikat soll gewährleistet sein, dass es aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Bedeutet zusammengefasst: in einem Waldgebiet werden nur so viele Bäume gefällt, wie auch nachwachsen. Dadurch soll Übernutzung und illegalem Holzeinschlag vorgebeugt werden. Beide Siegel sind nicht gänzlich unumstritten. Vor allem am PEFC-Zeichen wird von Umweltverbänden wie dem WWF Kritik geübt, weil die Kontrollen hier nicht umfangreich genug seien. Dennoch ist aus ökologischen Gründen zertifiziertes Holz nicht zertifziertem Holz vorzuziehen.

Warum sind wir für unsere Torfrecherche nach Lettland geflogen? Anrufe bei Baumarkt-Einkäufern hätten doch auch gereicht.

Sich alleine auf Anrufe bei den Baumarkt-Einkäufern zu verlassen, hätte nicht gereicht – zumal es sich bei ihnen ja nicht um eine unabhängige Quelle handelt. Um journalistisch sauber zu recherchieren, müssen wir Informationen selbst auf ihren Wahrheitsgehalt überprüfen. Dazu gehört oft auch, sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen.

Warum wurde unterschlagen, dass torffreie Blumenerde viel teurer ist?

Torfhaltige Erden sind tatsächlich noch günstiger als viele Alternativen. In unseren Umfragen haben wir aber festgestellt, dass viele Kunden sich für die bisher noch teureren Alternativen entscheiden würden, sobald sie wussten, welche ökologischen Folgen der Torfabbau hat. Die mangelnde Aufklärung der Kunden durch die Baumärkte haben wir deshalb moniert. Außerdem finden sich im Sortiment von OBI und Bauhaus nur wenig torffreie Erden – den aufgeklärten Kunden bleibt so oft kaum eine andere Wahl. Eine kostengünstige Alternative zu torfhaltiger Erde ist übrigens Kompost, den Gartenbesitzer aus Bio-Abfällen selbst gewinnen können. Im übrigen bieten viele Kompostierungsanlagen Kompost zum Verkauf an.

Warum wurde ignoriert, dass es nicht genügend Alternativen gibt, um Torf zu ersetzen?

Noch lässt sich im Erwerbsgartenbereich nicht auf Torf verzichten. Für Hobbygärtner würde es, so unabhängige Experten, allerdings genügend Alternativen geben. Angebot und Nachfrage bedingten da einander, sprich: Ein größeres Interesse würde die Gewinnung bzw. Produktion von Torfersatzstoffen ankurbeln. Große Mengen an Grünschnitt etwa werden heute u. a. in thermische Energie umgewandelt statt kompostiert.

Wann wird die Sendung wiederholt?

Am Montag, 9. September 2013, um 20.15 Uhr im WDR Fernsehen.