FAQ – Ihre Fragen, unsere Antworten

Das wollten unsere Zuschauer am häufigsten wissen

Warum war die "Vertrauensfrage" zum ADAC nicht repräsentativ?

Nicht repräsentative Umfragen am Check-Stand haben auch Vorteile: Sie sind kostengünstiger und bieten ein "muntereres" Bild. Das ist für unser Medium Fernsehen nicht unwichtig; der Zuschauer möchte kaum andauernd Grafiken sehen. Insofern prüfen wir immer aufs Neue, ob eine aufwändigere repräsentative Befragung angebracht ist. Als es um die Mitgliederinteressen ging, waren wir dann dieser Ansicht und haben ein Meinungsforschungsinstitut beauftragt.

Warum wurde bei der Umfrage von Infratest dimap nicht berücksichtigt, dass die Leute sozial erwünschte Antworten geben könnten?

Sozial erwünschte Antworten können von der tatsächlichen Ansicht einer Person abweichen und ein verzerrtes Meinungsbild ergeben. Dies halten wir jedoch bei den vier von uns gewählten Fragestellungen für unwahrscheinlich. Selbst beim Thema Alkohol: Die 0,5-Promille-Grenze ist geltendes Recht, und niemand, der dafür votiert, sollte sich dafür rechtfertigen müssen. Außerdem wurden die Antworten anonym behandelt.

Wie lauten die Ergebnisse von Infratest dimap zur Vertretung der Mitgliederinteressen genau?

Generelles Alkoholverbot am Steuer:
dafürWeiß nicht/keine Ang.dagegen
Gesamtbevölkerung80%---20%
ADAC-Mitglieder78%---22%
Einführung eines generellen Tempolimits von 120/130 km/h auf Autobahnen:
dafürWeiß nicht/keine Ang.dagegen
Gesamtbevölkerung53%2%45%
ADAC-Mitglieder47%---53%
Förderung großer Motorsportveranstaltungen:
dafürWeiß nicht/keine Ang.dagegen
Gesamtbevölkerung29%7%64%
ADAC-Mitglieder31%7%62%
Einführung einer Autobahn-Maut:
dafürWeiß nicht/keine Ang.dagegen
Gesamtbevölkerung29%4%67%
ADAC-Mitglieder28%3%69%

Wir haben mit der ADAC-Pannenhilfe negative Erfahrungen gemacht. Wie kamen Sie zu Ihrem Urteil?

Abweichende Einzelfälle wird es immer wieder geben. Auch bei unserem Check mit den drei liegen gebliebenen BMW haben wir darauf hingewiesen, dass es sich nur um eine einzelne Stichprobe handelt – und auf dieser Grundlage im übrigen kein Urteil über ACE und AvD gefällt. Unser Urteil über den ADAC fußte weit mehr als auf der positiven Einzelerfahrung auf den u. E. positiven Strukturen, die vom Grundsatz her einen verlässlichen Pannendienst gewährleisten sollten. Und darüber hinaus auf den insgesamt positiven Bewertungen der Versicherungsprodukte durch Stiftung Warentest.

Warum bekommen Gewerkschaften einen so breiten Raum in den Markenchecks?

Es liegt auf der Hand, dass wir uns bei Fragen der Fairness häufiger mit der Wahrung von Arbeitnehmerrechten beschäftigen. Da sind Gewerkschaften naturgemäß ein wichtiger Ansprechpartner und eine wichtige Informationsquelle.

Wie können Sie anhand von nur zwei von insgesamt 18 Regionalclubs den ADAC als zweifelhaft bewerten?

Auch wenn der ADAC formal regional eigenständig ist, erscheint er nach außen hin als Ganzes. Selbst die ADAC-Bundesspitze macht die Mitarbeiter der Regionalclubs öffentlich schon mal zu ihren. Das ist für uns unter ökonomischen Gesichtspunkten auch nachvollziehbar, da die Gelder für die Gehälter in den Regionalclubs de facto aus der Münchener Zentrale fließen und umgekehrt die Mitarbeiter der Regionalclubs auch für den ADAC auf Bundesebene Arbeit erledigen. Von daher sehen wir die Zentrale in München auch in der Verantwortung, wenn so massive Vorwürfe auf regionaler Ebene, wie im Film geschildert, nicht aufgeklärt werden. Wenn nun die Zentrale diese Verantwortung unter Hinweis auf Eigenständigkeit der Regionalclubs ablehnt, ergibt sich für uns ein Strukturproblem. Der ADAC ist mithin u. E. organisatorisch nicht so aufgestellt, wie es ein Arbeitgeber mit vielen Tausenden Beschäftigten sein sollte.

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