Wellness-Hotels

Tipps für die Auswahl

Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten

Frau auf Wellnessliege
Entspannt bleiben beim Buchen von Wellnessreisen

Hat man sich für ein paar Wellness-Tage in einem Hotel entschieden, ist es wichtig, das man auch das geboten bekommt, was man sich vorgestellt hat. Doch leider kann die Realität mitunter auch ganz anders aussehen: Statt ein paar erholsame Tage in einer reizvollen Umgebung in einem netten Hotel mit schönen Zimmern, einem vielfältigen Essens- und Wellnessangebot zu erleben, findet man sich in einem Hotel mit Wellnepp: Kleine Zimmer, dürftiges Essen, ein veralteter Wellnessbereich mit Schimmel oder geschlossenem Whirlpool.

Unsere Tipps für die Auswahl und Buchung eines Wellnesshotels helfen, solch eine Enttäuschung zu vermeiden. 

Wunschprogramm: Vor der Buchung sollten sie sich klar werden, was Sie wollen: Gezielte Anwendungen, zum Beispiel für den Rücken? Sport? Gesundes Essen oder einfach nur Entspannen? Wenn Sie Ihre eigenen Ansprüche und Bedürfnisse kennen, können Sie gezielt nach Angeboten Ausschau halten und vor der Buchung  für Sie wichtige Punkte beim Anbieter erfragen. Gute Wellnesshotels setzen Schwerpunkte in ihrem Angebot – und die sollten Ihren Bedürfnissen entsprechen.

Wellnessbroschüre
Sein und Schein bei Wellness

Schein und Sein: Papier ist geduldig und Internetseiten sind es auch! Hochglanzprospekte und einladend gestaltete Internetseiten sind noch kein Garant für ein gutes Angebot: Werden dort nur Details abgebildet, eine Außenansicht des Hotels und Gesamtaufnahmen der Zimmer und des Wellnessbereiches hingegen fehlen,  oder sieht das Ganze schon fast zu schön aus, um für den Preis wahr zu sein, sollten Sie skeptisch werden. Gute Wellnesshotels haben immer ihren Preis. Vorsicht bei besonders günstigen Angeboten.

Ungeschützter Begriff: Der Begriff Wellness setzt sich zusammen aus Weelbeing (wohlfühlen)  und Fitness - also körperlich aktiv sein. Bedenken Sie dabei aber, dass er nicht geschützt ist und somit von jedem Hotelanbieter einfach so genutzt werden kann.

Wellnesskerzen
Ein gutes Ambiente zum Wohlfühlen.

Je mehr, desto besser: Je mehr Wellnessangebote ein Hotel macht, desto wahrscheinlicher ist es daher, dass es sich auch tatsächlich um ein auf Wellness spezialisiertes Hotel handelt und nicht um ein normales Hotel, dass ein mehr oder minder qualifiziertes Zusatzangebot geschnürt hat. Außerdem steigt so auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Angebote jederzeit zur Verfügung stehen und Sie aus verschiedenen Anwendungen, die für Sie passende wählen können. Auch Angebote offener Gruppen- bzw. Kursprogramme für Aktiv-Wellness unter qualifizierter Anleitung lassen auf ein spezialisiertes Hotel schließen. Achten Sie auch darauf, ob das Hotel Wellness als ganzheitliches Konzept betrachtet: Ausgewogenes Essen, Sport- und Gymnastikangebote, Massagen und Körperbehandlungen, Schwimmbäder, ein Saunabereich, Ruhebereiche und Möglichkeiten außerhalb des Hotels, Natur zu erfahren und zu erleben.

Wellnesssiegel in Deutschland
Wellnesssiegel in Deutschland

Wellness-Siegel: Es gibt über 50 Güte-Siegel, die in Deutschland für Wellnesseinrichtungen vergeben werden Doch hilfreich sind laut Stiftung Warentest nur acht davon: Das Deutsche Well­ness Zertifikat für Hotel­betriebe und Medical Well­ness Betriebe, das Well­ness-Hotels & Resorts, die Well­ness Stars für Hotels und Thermen sowie Medical Well­ness Stars für Kliniken und Thermen und der Medical Well­ness Quality Stan­dard für Hotels.

Schnellkurz statt qualifizierte Ausbildung: Scheuen Sie sich nicht, nach der der fachlichen Grund- und Zusatzqualifikation des Hotelpersonals zu fragen. So manche Kosmetikerin und so mancher Fitness-Coach lassen  sich in Schnellkursen am Wochenende zu vermeintlichen Massage-, Ayurveda- oder Thalasso-Experten ausbilden. Das kann mitunter für Sie unangenehme gesundheitliche Folgen haben.

Bewertungsportale: Schauen Sie in verschiedenen Hotelbewertungsportalen nach, wie das von Ihnen ins Auge gefasste Hotel von Gästen eingestuft wird. Besonders hilfreich sind dabei Bilder, die Gäste gemacht haben und die nicht auf Hochglanz poliert sind. Und je mehr Infos Sie bekommen, desto besser: Auch in den Bewertungsportalen wird getrickst. Skepsis ist geboten, wenn viele positive Einträge innerhalb eines kurzen Zeitraums erfolgt sind oder die Formulierungen sich eher nach Prospekt- als nach Alltagssprache anhören. Auf manchen Portalen muss ein Nachweis erbracht werden, dass man das Hotel auch tatsächlich besucht hat – solche Bewertungen sind besonders glaubwürdig.

Kostenübernahme:  In der Regel muss man Wellnessangebote aus der eigenen Tasche bezahlen. Für bestimmte Anwendungen - insbesondere bei Medical-Well­ness-Angeboten  - über­nehmen einige Kranken­versicherungen aber anteilig die Kosten. Es lohnt sich daher bei der Krankenkasse nachzufragen. Auch das von Ihnen ausgesuchte Hotel kann Ihnen mitunter weiterhelfen. Wichtig ist dabei, dass Sie die Kostenübernahme der Krankenkasse vor der Buchung klären!