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Nachhaltigkeitssiegel im Test

Naturland Fair schneidet im Test am besten ab und ist das einzige Siegel mit sehr hoher Aussagekraft. Naturland ist ein deutscher Bioanbauverband, etwa zehn Prozent (rund 600 Artikel) der biozertifizierten Produkte sind zusätzlich als "fair" gelabelt. Das rund 600 Produkte umfassende Sortiment setzt sich zusammen aus traditionellen Artikeln aus der Ferne wie Kaffee, Tee, Gewürze, Bananen, und heimischen Produkte wie Milch, Gemüse, Getreide und Wein aus Deutschland und Europa. Warentest bescheinigt dem Label eine "starke ökologische und sehr starke soziale Ausrichtung". Naturland konnte im Test in nahezu allen Fällen seine gelabelten Produkte problemlos zurückverfolgen.

Naturland Fair schneidet im Test am besten ab und ist das einzige Siegel mit sehr hoher Aussagekraft. Naturland ist ein deutscher Bioanbauverband, etwa zehn Prozent (rund 600 Artikel) der biozertifizierten Produkte sind zusätzlich als "fair" gelabelt. Das rund 600 Produkte umfassende Sortiment setzt sich zusammen aus traditionellen Artikeln aus der Ferne wie Kaffee, Tee, Gewürze, Bananen, und heimischen Produkte wie Milch, Gemüse, Getreide und Wein aus Deutschland und Europa. Warentest bescheinigt dem Label eine "starke ökologische und sehr starke soziale Ausrichtung". Naturland konnte im Test in nahezu allen Fällen seine gelabelten Produkte problemlos zurückverfolgen.

Fairtrade – kein anderes Logo sieht man häufiger in deutschen Läden. Rund 3000 Produkte tragen das Label, der überwiegende Teil sind Lebensmittel wie Bananen, Honig, Kaffee, Kakao, Fruchtsaft, Zucker. Rund 80 Prozent der Lebensmittel sind auch bio. Die Stiftung Warentest bescheinigt dem Marktführer eine hohe Aussagekraft: Das Siegel garantiert Mindestpreise für Rohware und Prämien. Gelabelte Produkte können sehr gut zurückverfolgt werden, die Kontrollmechanismen funktionieren.

Hand in Hand ist ein eher kleines Siegel, rund 100 Produkte sind gelabelt – darunter Backzutaten, Brotaufstriche, Getreide, Kaffee, Kakao, Nüsse und Trockenfrüchte. Das Siegel hat laut Warentest eine hohe Aussagekraft, vereint bio und fair. Mindestpreise und Prämien für die Erzeuge sind Pflicht. Die Naturkost-Firma Rapunzel, die das Siegel ausgibt, kann die Produkte sehr gut zurückverfolgen.

Utz Certified ist das weltweit größte Zertifizierungsprogramm für Kakao, daneben stehen Kaffee und Tee im Fokus und seit neuestem werden auch Haselnüsse zertifiziert. Die niederländische Organisation zertifiziert rund 20.000 Produkte in 37 Ländern. Die Bauern erhalten keine Mindestpreise und auch Prämienzahlungen sind freiwillig. Die Warentester bescheinigen dem Siegel nur mittlere Aussagekraft: Die Kriterien sind weniger anspruchsvoll, zudem gibt es Lücken in der Rückverfolgbarkeit der Produkte.

Rainforest Alliance ist eine Umweltschutzorganisation aus den USA, die weltweit mehr als 15.600 Produkte labelt, darunter Bananen, Kaffee, Schokolade, Palmöl und Tee. Das Siegel hat laut Warentest nur eine mittlere Aussagekraft und den geringsten Anspruch im Test. Es gibt zwar soziale Kriterien, fordert aber keine Mindestpreise oder Prämien. Der Fokus liegt auf nachhaltigem Anbau für den Massenmarkt.

Gepa fair+ ist ein Sonderfall im Test: Das fair+-Logo erweckt den Eindruck, Gepa habe einen eigenen, besonders hohen Standard. Doch das Siegel setzt nicht auf eigene Kriterien, sondern basiert auf Standards anderer Label. Die meisten Gepa-Produkte sind Fairtrade-zertifiziert, die übrigen erfüllen die Kriterien von Naturland Fair oder Fair for Life. Gepa setzt auf direkte, lange Beziehungen mit Produzenten. Die Marke Gepa berücksichtigt Wirkungsanalysen und kann Produkte zurückverfolgen. Trotz der Verwirrung um das Logo und die Standards stuft Stiftung Warentest Gepa als glaubwürdig ein.