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Verkaufstricks im Supermarkt

Verlockungen an jeder Ecke

Ein leckeres Häppchen hier, ein verlockendes Angebot dort: Wer die Verkaufstricks in Supermärkten kennt, hat die Chance, auch mal nur die Dinge zu kaufen, die auf seiner Einkaufsliste stehen.

Ein leckeres Häppchen hier, ein verlockendes Angebot dort: Wer die Verkaufstricks in Supermärkten kennt, hat die Chance, auch mal nur die Dinge zu kaufen, die auf seiner Einkaufsliste stehen.

Trick 1 – Gratis-Kostprobe: Bekommen wir im Supermarkt etwas geschenkt, fühlen wir uns geschmeichelt und verpflichtet dem netten Verkäufer etwas zurück zu geben. Wenn wir im Supermarkt also beispielsweise kostenlos Kaffee, Ananas oder Käsehäppchen probieren dürfen, geschieht dies nicht nur aus Nettigkeit der Supermarktbetreiber, sondern weil sie uns zum Kauf animieren wollen. Wir hätten ein schlechtes Gewissen, wenn wir unserem Gegenüber nicht auch etwas Gutes tun würden und kaufen der Dame oder dem Herrn am Probierstand eine Packung Kaffee, Käse oder eine Ananas ab. Schon sind wir in die Falle getappt.

Trick 2 – Kombi-Platzierung: Soßen und Wein neben den Nudeln und schon hat man mit ein paar Handgriffen ein ganzes Gericht beisammen. Im ersten Moment erscheint dies praktisch. Doch oft geht dies zu Lasten unseres Geldbeutels. Wir greifen unbewusst zu und vergleichen nicht mehr, ob es woanders im Markt noch günstigere Soßen oder einen günstigeren Wein gibt.

Trick 3 – Paletten: Bei gestapelter Ware, haben wir Kunden das Gefühl, dass sie preisgünstig sein muss. Doch oft sind die Produkte gar nicht im Angebot. Also Augen auf und Preise vergleichen.

Trick 4 – Auffällige Preisschilder: Wenn wir etwas vermeintlich Günstiges sehen, setzt unser Verstand aus. Je größer die Preisangabe, desto preisgünstiger empfinden wir ein Angebot. Auch mit der Farbe Rot verbinden wir einen besonders günstigen Preis. Vorsicht auch vor Reizworten wie "Sonderangebot", "Abholpreis" oder "Empfehlung". All das sind Tricks um die Kunden zum Kauf zu verführen. Der objektive Preis tritt in den Hintergrund.

Trick 5 – Laufrichtung: Die Mehrheit der Menschen hat einen Hang zum Linkskreisen. Die Laufwege vieler Supermärkte sind deshalb gegen den Uhrzeigersinn aufgebaut. Wir fühlen uns wohler und kaufen dadurch mehr.

Trick 6 – Licht: Ein blasses Lebensmittel erscheint uns fader als ein leuchtendes. Viele Supermärkte verwenden deshalb Farben und Licht, um bestimmte Waren besonders schmackhaft aussehen zu lassen. Käse wird gelblich angestrahlt, Fleisch mit rotem Licht und beim Fisch wird häufig bläuliches Licht benutzt. Das macht Appetit und Lust, die Produkte zu kaufen.

Trick 7 – Einkaufswagen: Ein Einkaufswagen ist bequem, doch er verführt uns auch dazu mehr zu kaufen. Ein leerer Einkaufswagen setzt uns unbewusst unter Kaufdruck. Wir haben immer das Gefühl noch etwas vergessen zu haben und sind animiert, den Wagen zu füllen. Auch der schräge Boden dient nicht nur dazu, dass sich die Einkaufswagen platzsparend ineinander schieben lassen. Die Waren rollen auf dem schrägen Boden in Richtung des Kunden und damit aus seinem Blickfeld. Wer sich nicht so sehr verführen lassen möchte, sollte also besser zum Einkaufskorb greifen.

Trick 8 – Musik: Die Hintergrundmusik im Supermarkt soll uns in eine angenehme Stimmung versetzten. Die optimale Musik hat 72 Taktschläge pro Minute. Dies entspricht unserem Ruhepuls und bewirkt, dass wir unsere Einkaufsgeschwindigkeit drosseln. Dadurch betrachten wir die Produkte länger und kaufen mehr.

Wenn Sie sich diese Tricks bewusst machen und ab und zu einen Blick auf Ihren Einkaufszettel werfen, bleibt Ihnen vielleicht eine böse Überraschung an der Kasse erspart.