Tipps zu Schlankheitsmitteln: Nebenwirkungen und Co.

Schlankheitspillen
Was bewirken Schlankheitspillen?

Nebenwirkungen der Schlankheitsmittel beachten

Es gibt viele verschiedene Tabletten und Pulver, die bei der Gewichtsreduktion helfen sollen. Allerdings sollte man beachten, dass diese auch Nebenwirkungen haben können:

Sättigungskapseln:

  • Sättigungskapseln basieren meist auf Produkten pflanzlicher Basis und enthalten einen Quellstoff. In Verbindung mit der Magenflüssigkeit quellen die Kapseln dann um ein vielfaches an und füllen den Magen, ohne viele Kalorien zuzuführen. Da Quellstoffe Wasser sehr stark binden, muss während der Einnahme aber viel Flüssigkeit getrunken werden. Andernfalls können Verdauungsproblemen und Verstopfung auftreten.

  • Wer nur die Kapseln einnimmt, aber die Ernährung nicht umstellt, wird langfristig kein Gewicht verlieren. Denn sobald die Sättigungskapseln nicht mehr eingenommen werden, fällt man in alte Ernährungsmuster zurück und nimmt wieder zu.

Formula-Diät:

  • Bei der Formula-Diät werden tägliche Mahlzeiten teilweise oder komplett durch Fertiggetränke oder Nährstoffpulver ersetzt. Die Formula-Produkte sollen satt machen, ohne dem Körper eine große Anzahl Kalorien zuzuführen. Dadurch soll ein schneller Abnehmerfolg ohne Hungergefühl erzielt werden. Aber auch hier gilt: Allein durch die Einnahme wird kein vernünftiges Essverhalten erlernt und ein Jojo-Effekt ist nicht ausgeschlossen.

Fettblocker:

  • Fettblocker dienen dazu, im Körper die Aufnahme von Fett aus der Nahrung zu blockieren. Allerdings können auch hier Nebenwirkungen auftreten wie Magenkrämpfe, Durchfall, Blähungen und Allergien. Überdies können häufig fettlösliche Vitamine nicht mehr richtig aufgenommen werden, da sie mittels Fett transportiert werden. Die Folge: Vitaminmangel.

Schlankheitsmittel nicht im Internet bestellen

Fatburner und Appetithemmer sollten nicht im Internet bestellt werden. Die Produkte im Internet werden nicht nur ständig unter anderen Namen verkauft, es können auch Chemikalien enthalten sein, die nicht in den Inhaltsstoffen angegeben sind. Zum Beispiel die Chemikalie Sibutramin, welche in Deutschland seit 2010 verboten ist. Der Zoll entdeckt immer wieder neue, gefährliche Abnehmprodukte. Das Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz hat hierzu eine Liste im Internet veröffentlicht.

Zur Liste:

Infos und aktuelle Liste des Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz

Geld kann man auch sinnvoller ausgeben

Schlankheitspillen
Nur Pillen reichen nicht

Studien haben gezeigt, dass allein durch Schlankheitsmittel niemand spürbar und langfristig abnimmt. Die Diätpillen helfen höchstens Anfangserfolge zu erzielen, welche die Motivation wecken können. Allerdings kann das Gewicht nur langfristig reduziert und gehalten werden, wenn der Lebensstil konsequent umgestellt wird: Mehr Sport und eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

Außerdem sind die Schlankheitsmittel sehr teuer. Umgerechnet kosten die Diät-Pillen zwischen 99 Cent und vier Euro pro Tag. Das Geld sollte stattdessen lieber in einen frischen Salat investiert werden. Dieser macht nicht nur satt, er führt auch zu verringertem Verlangen nach ungesundem, zuckerreichen und fettigem Essen. Alternativ kann das Geld aber auch für den Besuch eines Fitnessstudios genutzt werden.

Wer das Abnehmen alleine nicht schafft, kann sich an seine Krankenkasse oder an eine Ernährungsberaterin wenden.

Mehr zum Thema im WWW:

"Schlankheitsmittel: Was Pillen und Pulver bewirken"
Test der Stiftung Warentest 2014

"Diäten und Schlankheitsmittel: Erfolgsaussichten und Gesundheitsgefahren"
Infos der Verbraucherzentralen

"Schlankheitsmittel - Gefahr aus dem Netz"
Infos und aktuelle Liste des Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz

 "Gefährliche Schlankmacher"
Infos der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg

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