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Bilder zu Folge 2: Leuchtende Tiefsee

Bei Dreharbeiten in der Tiefsee der Antarktis entdeckte das Team Riesenschwämme, die bis zu zwei Meter groß waren. | Bild: WDR/BBC

Bei Dreharbeiten in der Tiefsee der Antarktis entdeckte das Team Riesenschwämme, die bis zu zwei Meter groß waren.

Am Meeresgrund in 6000 Meter Tiefe existieren mehr Korallenarten als in den tropischen Meeren. Manche sind über 4000 Jahre alt – älter als die Pyramiden Ägyptens.

Der Pfannkuchentintenfisch lebt in der kalifornischen Tiefsee. Seine Kopfflossen haben ihm den Spitznamen "Dumbo"-Tintenfisch eingetragen.

In 650 Meter Tiefe wabert hochkonzentrierte Salzlake in Mulden am Meeresgrund, achtmal salziger als das Meerwasser. Am Rand dieser "Seen im Meer" leben gigantische Muscheln, Tiefseehummer, Garnelen, Seeasseln und Würmer.

Für die Dreharbeiten gelang es, zum allerersten Mal 1000 Meter tief vor der Antarktis zu tauchen.

Einsiedlerkrabben haben superscharfe Fangscheren, mit denen sie das weiche Fleisch ihrer Nachbarn, der Riesenmuscheln, annagen

Das Tauchboot "Nadir" bietet Platz für drei Mann Besatzung. Für die Dreharbeiten in der Tiefsee haben die Teams über 1000 Stunden in Tauchbooten unter Wasser verbracht, um Bilder von Landschaften und Verhaltensweisen zu bekommen, die noch niemals zuvor zu sehen waren.

Gut geschützt lebt ein Garnelenpärchen in einem Giesskannenschwamm. Doch der Schutz, den sie als Junglarven gesucht haben, hat seinen Preis: Als Erwachsene sind die Garnelen zu groß, um den Schwamm wieder zu verlassen und sind lebenslang gefangen.

Der in der Tiefsee vorkommende Fangzahnfisch hält einen Rekord unter Fischen: Er hat im Vergleich zu seinem Körper die größten Zähne.

Auf einer hydrothermalen Quelle siedeln sogenannte Hoff-Krabben. Sie sind wegen ihrer starken Brustbehaarung nach dem Schauspieler David Hasselhoff benannt.

Zwei Jahre lang wurde der erste Tiefsee-Tauchgang in der Antarktis vorbereitet.

Ein Sechskiemerhai auf dem Weg zu einem Walkadaver. In der Tiefsee zählt jede Kalorie, hier herrscht Nahrungsnotstandsgebiet. Die großen Haie haben einen sehr langsamen Stoffwechsel und können in der Kälte der Tiefsee ein Jahr ohne Futter aushalten. Das Foto wurde im Tauchboot "Lula" der Rebikoff-Niggeler-Stiftung aufgenommen.

Schleppnetze, mit Öffnungen so groß wie ein Fußballfeld, hinterlassen beim Fischfang in der Tiefsee eine wüste Trümmerlandschaft. Auf der Strecke bleiben bis zu 1000 Jahre alte Korallen. Dieser Raubbau in der Finsternis zerstört ganze Lebensräume irreparabel, viele davon unerforscht.

Der Giesskannenschwamm ist ein Tiefseebewohner. Häufig finden sich darin Garnelenpärchen, die als Junglarven Schutz hinter den harten glasähnlichen Schwammwänden gesucht haben. Zu Erwachsenen herangewachsen, sind sie zu groß, um zu entkommen und daher lebenslang in diesem "Käfig einer Ehe" gefangen.

Schlammvulkane auf dem Meeresgrund stoßen fußballgroße Methanblasen aus.