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Till Brönner will an seinem Sound erkannt werden.
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Improvisieren muss für ihn perfekt sein. Seine Arrangements sind ausgeklügelt, Jazz hat bei ihm etwas Genussvolles. Till Brönner spielt seine Trompete mit dem ihm eigenen, warmen Ton, aber so, dass er die Emotionen dabei auf Distanz hält.
Er will mit seinem Sound erkannt werden. Natürlich kann man die musikalischen Vorbilder heraushören; er hat nie einen Hehl aus seiner Verehrung für Chet Baker gemacht.
Anspruch und Hörbarkeit so miteinander zu verbinden, dass sich Musikfreunde aus den verschiedensten Lagern gewinnen lassen, ist eines seiner vielen Talente. Mit neun Jahren bekommt er seine erste Trompete geschenkt. Als ihn ein Lehrer auffordert, mehr für die Schule zu tun, antwortet Brönner "Ich bin kein Schüler, ich bin Trompeter". Nach Schülerband und Bundesjugendorchester ging es nach dem Kölner Studium in die RIAS Big Band, wo er mit seiner Trompete ganz vorne steht. Bald wagt er sich auf unbekanntes Terrain, spielt mit Sinfonieorchester und arrangiert deutsche Lieder wie "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt".
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Till Brönner im Blue Note New York.
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Brönner liebt Projekte mit großen Namen und immer wieder gelingt ihm das Kunststück, internationale Größen von einer Zusammenarbeit zu überzeugen. Carla Bruni, Annie Lennox oder der Brasilianer Sergio Mendes haben auf seinen Platten Gastauftritte. So unterschiedliche Künstler wie Hildegard Knef, der Bariton Thomas Quasthoff oder die Girl-Group No Angels kamen mit Brönner als Produzent neu zur Geltung.
Seit 2009 unterrichtet er als Professor für Jazz, Rock und Pop an der Dresdner Hochschule für Musik. Als Lehrer kann er seinen eigenen Perfektionismus auf seine Schüler übertragen. Seit seinem Auftritt als Juror in der Talent-Castingshow eines privaten TV-Senders gilt der Smarte in Deutschland als Popstar. Was er an solchen Veranstaltungen mag, ist Talente zu fördern, um das Beste aus den jungen Leuten herauszukitzeln.
Filmautor Michael Wulfes begleitet den Jazz-Musiker Till Brönner zu den Stationen seines Italien-Aufenthalts. Ausgangspunkt ist die Künstler-Villa Massimo in Rom, seiner Lieblingsstadt, wo Brönner im Rahmen eines Stipendiums die Komposition eines Tonkünstlers nachspielt. Für ein paar Wochen hat sich der Trompeter in ein Apartment zurückgezogen, um am Klavier Inspiration für neue Aufnahmen zu finden.
Dazwischen beobachtet der Film den Künstler unter anderem bei einer Castingshow des Kinderkanals KiKA, in seiner Rolle als strenger Lehrer an der Musikhochschule, während eines Gastauftritts bei dem legendären Jazz-Sänger Mark Murphy in New York und in seiner Wahlheimat Berlin. Weggefährten wie Bruder und Manager Pino Brönner, der renommierte Jazz-Musiker Jiggs Whigham und Jugendfreund und TV-Entertainer Stefan Raab geben Auskunft.
Redaktion: Barbara Denz (NDR), Christiane Hinz (WDR)
Ein Film von Michael Wulfes
Geboren 1948. Jura-Studium in Marburg und Studium an der Hochschule für Fernsehen und Film in München. 1985 gründete er die Michael Wulfes Filmproduktion. Tätigkeiten als Kameramann und Regisseur in den Bereichen Dokumentarfilm und Unterhaltung, als Autor für Industrie-Dokumentationen, Filmkommentare und Fiction-Drehbücher. Lehrtätigkeit für das Goethe-Institut im Ausland und an der Hochschule für Fernsehen und Film in München.
2011
Deutschland, deine Künstler – Senta Berger
2009
Die Porsches – Ein Vater und sein Sohn
2008
Legenden – Jane Fonda/Unsere 60er-Jahre, 6 x 45 min. (Grimme-Preis-Nominierung)
2006
Die Unbeugsamen – Flucht aus Hitlers Elitegefängnis/Der Tag, als die Beatles (beinahe) nach Marburg kamen
2003
Legenden – Max Schmeling
2002
Menschen hautnah: Joe und die Mörder/Die großen Abenteurer: Red Adair
2001
Legenden – Diego Maradona
2000 Endstation Manhattan