SENDETERMIN Mi, 30.08.17 | 23:15 Uhr | Das Erste

Dokumentarfilm im Ersten: Alles gut

Dokumentarfilm im Ersten

Alisa muss bangen, ob sie und ihre beiden Kinder in Deutschland bleiben dürfen.
Alisa muss bangen, ob sie und ihre beiden Kinder in Deutschland bleiben dürfen.

Im Spätsommer 2015 spalten drei Worte ein ganzes Land: Wir schaffen das. Millionen Bundesbürger engagieren sich für Asylbewerber. Anderswo brennen die Flüchtlingsheime, die Fremdenfeindlichkeit nimmt zu und die Regierung streitet über Obergrenzen und Sprachkurse für Geflüchtete. Willkommenskultur stand gestern im Mittelpunkt, nun geht es um Integration und die Frage, wie sie gelingen kann.

Der 95-minütige Dokumentarfilm "Alles gut – Ankommen in Deutschland" erzählt von zwei Kindern, die zu dieser Zeit mit ihren Familien nach Deutschland kamen: Djaner, 7, aus Mazedonien und Ghofran, 11, aus Syrien. Ihre Flucht endete in Hamburg, im gutbürgerlichen Stadtteil Othmarschen. Aber wie finden sich die beiden in ihrem neuen Leben zurecht?   

Zwischen Hoffnung und Unsicherheit

Djaner hat Schwierigkeiten, sich in seiner deutschen Klasse einzugewöhnen.
Djaner hat Schwierigkeiten, sich in seiner deutschen Klasse einzugewöhnen.

Djaner ist mit seinem Bruder Mahmud und seiner depressiven Mutter vor Armut und Diskriminierung davongelaufen. An seinem ersten Tag an einer deutschen Grundschule geht für den Roma-Jungen ein Traum in Erfüllung. In seiner Heimat bedeutete Schule für ihn Angst vor Schlägen. Hier will Djaner dazugehören, wie Hunderttausende andere Flüchtlingskinder, die in Deutschland plötzlich beschult werden.

Ghofran hoffte anfangs, sie könne Deutschland bald wieder verlassen. Sie hört arabischen Hip-Hop und lebt in Gedanken weiter in Syrien, während ihr Vater Adel in Hamburg darum kämpft, für immer anzukommen. In der Schule, wo sie Deutsch lernt, begegnet Ghofran Mädchen, die alles dürfen. Was davon will sie annehmen, was ist sie bereit, dafür aufzugeben?

Ankommen, wie geht das?

Ghofran fühlt sich isoliert in der Schule, weil sie so wenig versteht.
Ghofran fühlt sich isoliert in der Schule, weil sie so wenig versteht.

Für ihren bildstarken, sehr bewegenden Dokumentarfilm "Alles gut – Ankommen in Deutschland" begleitet die mehrfach mit Preisen ausgezeichnete Autorenfilmerin Pia Lenz ("Hudekamp – Ein Heimatfilm") Djaner und Ghofran ein Jahr lang bei ihrer Suche nach sich selbst und einem neuen Leben. Die Perspektive der Kinder eröffnet einen neuen, unverstellten Blick auf die Integration Hunderttausender Geflüchteter und die Frage: Wie geben wir denen eine Heimat, die am dringendsten eine Zukunft brauchen? 

Ein Film von Pia-Luisa Lenz

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