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Die Windsors – 100 turbulente Jahre (2)

Ohne Fehl und Tadel

Queen Elizabeth II. im April mit ihrem Ehemann, Prinz Philip
Queen Elizabeth II. mit ihrem Ehemann, Prinz Philip

Krönungen, Hochzeiten, Taufen, Jubiläen – das sind die Höhepunkte im Erscheinungsbild einer Monarchie. Aber es gibt auch Talfahrten, Tragödien und Todesfälle. Prinz Charles' verehrter Onkel Lord Louis Mountbatten wurde Opfer eines Bombenanschlags der IRA. Königin Elizabeth II. hat vom Jahr 1992 als ihrem "annus horribilis" gesprochen, ihrem Schreckensjahr.

Nur sechs Jahre nach der Hochzeit zerbricht die Ehe ihres Sohnes Andrew mit Sarah Ferguson. Einen Monat später trennt sich Prinzessin Anne von ihrem Mann Mark Phillips. In Windsor bricht ein Brand aus, bei dem auch diverse Kunstgegenstände in Mitleidenschaft gezogen werden. Und schließlich teilt Premierminister John Major vor dem Unterhaus mit, dass sich das Traumpaar Charles und Diana entschieden hätte, getrennte Wege zu gehen.

Massive PR-Kampagne – auch wegen Prinzessin Diana

Die Erziehungsmethoden der Royals haben sich der Zeit angepasst und auch Scheidungen, Trennungen und Wiederverheiratung gehören quasi zum Alltag. Die junge Queen musste ihrer Schwester Margaret noch den Wunsch abschlagen, den geschiedenen Peter Townsend zu heiraten.

Prinz Charles galt lange als der "caring prince". Der soziale Prinz, der sich um arbeitslose Jugendliche kümmerte, um Opfer von Naturkatastrophen, um Benachteiligte der Gesellschaft. Dieses positive Bild wurde durch Trennung, Scheidung und den Unfalltod seiner Frau, Prinzessin Diana, stark getrübt. Es bedurfte schließlich einer massiven PR-Kampagne, bevor daran zu denken war, dass Charles in zweiter Ehe seine Jugendfreundin Camilla Parker-Bowles heiraten konnte. Mittlerweile haben die Briten das Paar akzeptiert, und so ist nicht auszuschließen, dass bei einer Krönung von Charles auch Camilla den Königintitel erhält, was vor ein paar Jahren noch unvorstellbar war.

Neuer Popularitätsschub durch George und Charlotte

Spätestens seit der Geburt von George und Charlotte, den Kindern von William und Kate, hat die Popularität der Windsors einen neuen Höhepunkt erreicht. Zum Diamantenen Thronjubiläum 2012 feierten Zehntausende die Queen bei einem Konzert vor dem Buckingham Palast. Zu Hause vor den Fernsehapparaten sahen und hörten Millionen zu. Und die Begeisterung war groß, als der Prince of Wales die Mutter gleich doppelt begrüßte: "Majestät, Mummy".

Teil 3 der dreiteiligen Dokumentation ist für den 31. Dezember 2016 geplant.

Ein dreiteiliger Film von Rolf und Florian Seelmann-Eggebert

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Diese Sendung wurde vom
Norddeutschen Rundfunk produziert.