SENDETERMIN Mo, 01.02.16 | 22:45 Uhr | Das Erste

Im Nebel des Krieges – An den Frontlinien zum "Islamischen Staat"

Die Story im Ersten

PlayBundeswehrsoldaten schulen bei Erbil kurdische Peschmerga.
Die Story im Ersten: Im Nebel des Krieges | Video verfügbar bis 01.02.2017

Irgendwo im Persischen Golf. Auf dem US-Flugzeugträger Theodore Roosevelt landen und starten Kampfflugzeuge im Minutentakt. Bis zu 6000 Marines sind auf diesem gigantischen Kriegsschiff stationiert. Commander Michael N., 42 Jahre alt, ist einer von ihnen. Er gilt als erfahrener Kampfpilot, der schon in Hunderten von Einsätzen der US Armee seine Aufträge abgearbeitet hat. Gerade ist er auf dem Weg zu seiner "Super-Hornet". Sein Auftrag heute: Er soll Stellungen des "Islamischen Staats" in der Region Ramadi zerstören.

Unzählige Menschen heimatlos

Fast sechs Stunden werden N. und sein Kopilot in der Luft sein und ihre Bomben abwerfen. Hinein in einen Konflikt, der längst in einem schwer zu durchschauenden Nebel unterschiedlicher Interessen und Wahrheiten versunken ist – an ganz verschiedenen internationalen Schauplätzen. Nach Ausrufung des "Islamischen Staates" im Jahr Sommer 2014 haben die IS-Terrormilizen die politische Landkarte im Nahen Osten verändert. Und mit erbarmungsloser Grausamkeit hunderttausende Menschen heimatlos gemacht.

Tödliche Fracht an Bord eines amerikanischen Flugzeugträgers für den Einsatz an den Frontlinien zum "Islamischen Staat".
Tödliche Fracht an Bord eines amerikanischen Flugzeugträgers für den Einsatz an den Frontlinien zum "Islamischen Staat".

ARD-Autor Ashwin Raman hat im Sommer 2015 die verschiedenen Fronten aufgesucht, an denen dieser Kampf geführt wird. Dazu gehört der amerikanische Flugzeugträger vor der Küste Bahreins ebenso wie die Kaserne in Bayern, wo streng abgeschottet von der Öffentlichkeit kurdische Peschmerga-Kämpfer von Bundeswehrsoldaten an Lenkraketen des Typs "Milan" ausgebildet werden.

Tipp:

Chronik: IS - Niederlagen und Erfolge 2015 | Video verfügbar bis 28.12.2016

Begegnungen mit den Opfern des Krieges

Leben in Trümmern: in der Stadt Kobane
Kobane – eine Stadt in Trümmern

Vor allem aber ist Raman sechs Wochen im Kriegsgebiet selbst unterwegs, im Grenzgebiet zwischen Syrien, Irak und Kurdistan. Dabei entstehen exklusive Bilder, von gefangenen IS-Kämpfern bis hin zu hautnahen Aufnahmen von Kriegshandlungen an diversen Fronten. Und von Begegnungen mit den Menschen der Region, die Opfer von Krieg und Gewalt wurden.

Ashwin Raman ist ein erfahrener Kriegs- und Krisenreporter. Seine Filme wurden mehrfach prämiert, unter anderem mit dem Deutschen Fernsehpreis und dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus.

Ein Film von Ashwin Raman