SENDETERMIN Mo, 07.05.18 | 23:30 Uhr | Das Erste

Geschichte im Ersten: Israel, Geburt eines Staates

Gründung des Staates Israel, Tel-Aviv, 14. Mai 1948
Gründung des Staates Israel, Tel-Aviv, 14. Mai 1948 | Bild: WDR

Im Mai 2018 feiert Israel den 70. Jahrestag seiner Staatsgründung – ein Ereignis, das wie kaum ein anderes die Nachkriegszeit über Jahrzehnte geprägt hat. Im November 1947 verabschiedeten die Vereinten Nationen ziemlich unerwartet einen Teilungsplan für Palästina, der die Gründung eines jüdischen und eines arabischen Staates vorsah.

Für die Bewohner Palästinas, das damals noch unter britischem Mandat stand, hatte diese Entscheidung höchst unterschiedliche Bedeutung. Für die jüdische Bevölkerung schien sie der Beginn eines wahrgewordenen Traums, für die Araber entwickelte sie sich zum Beginn einer Katastrophe – der Vertreibung.

Nach der Abstimmung über die Teilung Palästinas am 29.11.1947 wird die künftige israelische Flagge auf dem UN-Gebäude gehisst.
Nach der Abstimmung über die Teilung Palästinas am 29.11.1947 wird die künftige israelische Flagge auf dem UN-Gebäude gehisst. | Bild: WDR / Reuters

Bis heute ein umkämpftes Land

Bis heute ist das frühere Palästina eine offene Wunde, ein umkämpftes Land zwischen zwei Völkern, eine Quelle unauflöslicher Spannungen in der Region und weit über den Nahen Osten hinaus.

Vor diesem Hintergrund erzählt der vielfach preisgekrönte Autor William Karel zusammen mit seiner Co-Autorin Blanche Finger die Geschichte der folgenreichen Staatsgründung Israels. Am Ende des Zweiten Weltkriegs schien es noch höchst unwahrscheinlich, dass es diesen Staat jemals geben könnte.

Die Flagge von Israel.
Die Flagge von Israel. | Bild: WDR / laif

Blick auf die Anfänge

Heute ist die Kette von Ereignissen, die dies ermöglicht haben, kaum noch bekannt, ebenso wie die unmittelbaren Folgen, die die Staatsgründung auslöste. Wie war die Situation der arabischen und der jüdischen Bevölkerungsgruppen in Palästina vor 1947? Wie waren Kräfte und Interessen im britischen Mandatsgebiet verteilt? Wie erging es Holocaust-Überlebenden, die nach langen Jahren des Leidens in Palästina eine Heimat finden wollten?

Wie groß war der Schock der arabischen Bevölkerung, als ihnen klar wurde, dass auf die Vertreibung von 1948 keine Rückkehr folgen würde? Welche frühen Weichenstellungen haben Israelis und Palästinenser in die Situation gebracht, in der sie sich heute befinden? Die immer neuen aktuellen Nachrichten vom Konflikt im Nahen Osten haben den Blick auf diese Anfänge weitgehend verstellt.

Proklamation der Unabhängigkeit des Staates Israel durch Ministerpräsident David Ben Gurion.
Proklamation der Unabhängigkeit des Staates Israel durch Ministerpräsident David Ben Gurion. | Bild: WDR

Die Dokumentation macht diese Geschichte lebendig, auf der Basis von umfangreichem öffentlichen und privaten Archivmaterial, sowie den Erinnerungen und Einschätzungen israelischer und palästinensischer Experten, Historiker und Publizisten.

Ein Film von William Karel

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