SENDETERMIN Mo, 30.04.18 | 23:30 Uhr | Das Erste

Geschichte im Ersten: Marx und seine Erben

Marx und seine Erben | Video verfügbar bis 30.05.2018 | Bild[1]: WDR / picture alliance/Keystone

Am 5. Mai 2018 würde der Philosoph Karl Marx 200 Jahre alt – ein Denker, an dem sich bis heute die Geister scheiden. Marx selbst formulierte den Anspruch, "die Welt zu verändern" – er konnte nicht ahnen, in welchem Ausmaß das für sein Werk zutreffen würde, wenn auch erst nach seinem Tode. Wie auch immer man zu Marx und seinen Theorien stehen mag: Unstrittig ist, dass kaum etwas die Geschichte des 20. Jahrhunderts so sehr beeinflusst hat wie das Werk des Mannes aus Trier.

Karl-Marx-Monument in Chemnitz
Karl-Marx-Monument in Chemnitz | Bild: WDR / Peter Dörfler

Weltweite gesellschaftliche Veränderungen

Die Dokumentation von Peter Dörfler unternimmt eine Reise durch diese unglaubliche Wirkungsgeschichte. In den zurückliegenden 100 Jahren haben weltweit dramatische Gesellschaftsumwälzungen im Namen der Theorien von Karl Marx stattgefunden, in der Sowjetunion, in China und Kuba, in der DDR.

In Westeuropa ließen sich die Studentenbewegung von 1968 und die Eurokommunisten in Frankreich und Italien von Marx inspirieren. Und in jüngster Zeit, in Zeiten der Globalisierung und der Kritik daran, erlebt Karl Marx eine Renaissance. Ob Attac-Aktivisten oder Kritiker der Investmentbanken – sie alle finden wesentliche Argumente in den Marx'schen Theorien. Aber wie unter allen Erben gibt es auch unter Marxisten bis heute erbitterten Streit darüber, wer eigentlich das Erbe wirklich fortführt.

Künstler Wu Weishan (l), der in Peking die meterhohe Marx-Statue als Geschenk an die Stadt Trier erschaffen hat, mit Herrn Ludwig aus Trier.
Künstler Wu Weishan, der in Peking die meterhohe Marx-Statue als Geschenk an die Stadt Trier erschaffen hat, mit Herrn Ludwig aus Trier. | Bild: WDR / Peter Dörfler

Orte, an denen Marx' Ideen lebendig sind

Die Dokumentation führt an Lebensstationen von Karl Marx wie Trier, Paris oder London und unternimmt eine Reise an Orte, wo Marx lebendig war oder noch ist. Zu Wort kommen Politiker wie Sahra Wagenknecht (Die Linke), Pierre Laurent (PCF) und Yanis Varoufakis, Historiker wie Stephen Smith und Christina Morina, der Publizist Mathias Greffrath, der ehemalige 68er Aktivist Peter Schneider, der ehemalige Londoner Investmentbanker und Kolumnist "City Boy" Geraint Anderson, Zhang Shuangli, der Macher der chinesischen Fernseh-Shows über Marx und der Künstler Wu Weishan, der in Peking die meterhohe Marx-Statue als Geschenk an die Stadt Trier erschafft.

Professor Wu Weishan arbeitet an der Karl-Marx-Statue in Peking.
Professor Wu Weishan arbeitet an der Karl-Marx-Statue in Peking. | Bild: WDR / Peter Dörfler

Ein Film von Peter Dörfler

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