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Geschichte im Ersten: Die Partisanen

Krieg hinter der Front

Gedenkstätte "Der Durchbruch" in Uschatschi (Weißrussland) (Bild: rbb/ Schmidt & Paetzel Fernsehfilme)Bildunterschrift: Gedenkstätte "Der Durchbruch" in Uschatschi (Weißrussland). ]

Kein Kapitel des Kriegs gegen die Sowjetunion löst solche Emotionen aus wie der Partisanenkampf. In Russland ist er bis heute von Mythen und Legenden überlagert, in Deutschland immer noch verdrängt. Zu schrecklich ist diese Geschichte, zu beklemmend die Schuld.

Eine Partisanen-Erdhütte in Weißrussland (Bild: rbb/ Schmidt & Paetzel Fernsehfilme) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Eine Partisanen-Erdhütte in Weißrussland. ]
"Dieser Partisanenkrieg hat auch wieder seinen Vorteil: Er gibt uns die Möglichkeit, auszurotten, was sich gegen uns stellt", sagte Hitler zu Beginn des Unternehmens "Barbarossa". Aber da gab es noch keinen Partisanenkrieg. Nur den Aufruf Stalins zum Volkskrieg von Juli 1941. Es dauerte fast ein Jahr, ehe Moskau begann, Kontrolle über die versprengten Partisanengruppen zu übernehmen, um sie in den Kampf zu treiben. Mehr gegen die eigenen Landsleute als gegen die Besatzer. Die Partisanen wurden zum langen Arm Moskaus hinter der deutschen Front.

Iwan Perednja (Bild: rbb/ Schmidt & Paetzel Fernsehfilme) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Iwan Perednja war Partisan der Brigade "Shelesnjak" in Weißrussland. ]
Die deutschen Großaktionen gegen die Partisanen galten als "Befriedung". Sie hatten klangvolle Namen – "Adler", "Maikäfer", "Frühlingsfest" – und fanden alle in Weißrussland statt, wo die Partisanen zahlreich waren und eine ständige Gefahr für die Besatzer darstellten. Niedergebrannte Dörfer wurden als Bandenzentralen gemeldet und ermordete Einwohner zu "Banditen" oder zu ihren Helfershelfern erklärt.

Der Film "Die Partisanen – Krieg hinter der Front" folgt Schritt für Schritt einer verhängnisvollen Entwicklung. An seinem Ende steht die Erkenntnis, dass es in einem "asymmetrischen Krieg" keine Sieger gibt: nur Verlierer und unschuldige Opfer.

Film von Artem Demenok und Andreas Christoph Schmidt

Sendetermin
Mo, 04.02.13 | 23:30 Uhr