SENDETERMIN Mo, 27.03.17 | 22:45 Uhr | Das Erste

Die Story im Ersten: Verschwunden in Deutschland

Die Story im Ersten

Verschwundener Flüchtlingsjunge: Im Sommer wurde M. als vermisst gemeldet.
Verschwundener Flüchtlingsjunge: Im Sommer wurde M. als vermisst gemeldet.

In der großen Flüchtlingswelle waren auch zahllose Minderjährige. Viele sind in Familien untergekommen, aber tausende, sind schlicht "verschwunden". Wie kann das sein?

Auf sich allein gestellt und leicht manipulierbar

In einem Alter, in dem deutsche Kinder und Jugendliche zur Schule gehen, sind sie aus Afghanistan oder Afrika gekommen, alleine durch die Wüste, über das Meer und viele Grenzen. Erst waren sie ihren Schleppern ausgeliefert. Jetzt, in Deutschland, sind sie auf sich allein gestellt, leicht manipulierbar, einfach auszubeuten.

Der verschwundene M. ist von der Liste in seinem Wohnheim gestrichen.
Der verschwundene M. ist von der Liste in seinem Wohnheim gestrichen.

Einer der Verschwundenen: Mubarak aus Afghanistan. Er war in Bautzen untergebracht. Plötzlich war er weg. Ist er untergetaucht, abgehauen oder in die Fänge von Kriminellen geraten? Bei der Polizei ist er als vermisst gemeldet, doch die Behörden wissen nichts über den Jungen. Die Journalistinnen Natalie Amiri und Anna Tillack suchen nach Mubarak.

Recherchen in einer gefährlichen Welt

Die Recherchen führen die ARD-Reporterinnen in eine kaum für möglich gehaltene Halbwelt. Sie lernen andere Flüchtlingsjungs kennen, die versuchen, alleine zu überleben und weiter zu kommen. Ihre größte Sehnsucht ist es, irgendwann einmal irgendwo anzukommen.

Die Polizei klärt Alter und Herkunft der Flüchtlinge.
Die Polizei klärt Alter und Herkunft der Flüchtlinge.

Auf der Suche nach dem vermissten Jungen aus Afghanistan tauchen die Autorinnen in eine Szene ein, in der Minderjährige zu Drogendealern gemacht werden. Auch islamistische Hassprediger, warnt der Verfassungsschutz, werben sie gezielt an. Und wer in den Straßen der deutschen Großstädte verloren geht, kann schnell auf dem Kinderstrich landen. 

Was wird aus den verschwundenen Teenagern? Welchen Risiken sind sie ausgesetzt? Werden sie selbst zu Gefährdern? Am Ende ihrer intensiven Recherchen und vielen Reisen gelingt den Autorinnen das, was die Behörden nicht geschafft haben: Sie finden Mubarak. Auf ihrer Reise durch die gefährliche Welt der verlorenen Jungen stoßen die Filmemacherinnen auf Missstände in Deutschland, über die keine Behörde offen sprechen will.

Ein Film von Natalie Amiri und Anna Tillack

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Mo, 27.03.17 | 22:45 Uhr
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Produktion

Diese Sendung wurde vom
Bayerischen Rundfunk und Südwestrundfunk produziert.