SENDETERMIN Mo, 09.11.15 | 23:40 Uhr | Das Erste

Was wurde aus der Stasi?

Stasi-Emblem in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen
Stasi-Emblem in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen

25 Jahre nach der Auflösung

Nach der Auflösung der gefürchteten und verhassten Geheimpolizei der DDR vor 25 Jahren, treten ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) vor die Kamera, um erstmals in einer TV-Dokumentation Reue zu bekunden und ihren Respekt vor den Opfern auszudrücken. Aber auch, um von ihrem Leben nach der DDR zu erzählen, vom schwierigen Neuanfang und der oft langwierigen Integration in die bundesdeutsche Gesellschaft.

Hohenschönhausen-Gedenktafel
Hohenschönhausen-Gedenktafel

Die Dokumentation "Was wurde aus der Stasi?" erzählt, wie es mit der ostdeutschen Geheimpolizei nach der friedlichen Revolution 1989 weiterging: Sie erzählt von Befürchtungen, die Stasi würde als Organisation im Untergrund weiterbestehen. Sie erzählt von der Angst der hauptamtlichen MfS-Mitarbeiter vor Ausgrenzung und Arbeitslosigkeit, sie erzählt, wie im Januar 1992 die Behörde des "Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR" ihre Tore zur Akteneinsicht öffnete und die Stasi-Aufarbeitung ermöglichte. Und sie erzählt, mit welchen Strategien die MfS-Mitarbeiter daran gingen, sich mit der neuen Gesellschaftsordnung zu arrangieren.

Stimmen ehemaliger Stasimitarbeiter

Eberhard Schwarzer, Frankfurt an der Oder:

»Natürlich bin ich ein Täter ... und ich schäme mich auch dafür.«

Frank Heymann, Leipzig:

»'Man sträubt sich ja lange, aber heute ist für mich klar: So wie sie war, ist die DDR zu Recht gescheitert.«

Ein Film über den Umgang mit Vergangenheit

Wie gehen wir mit den Tätern um? Kann es für Mitarbeiter des MfS ein Zurück in die Gesellschaft geben? War Verschweigen und Verdrängen eine Voraussetzung für den persönlichen Neuanfang? Warum hat es so lange gedauert, bis es einigen Stasi-Mitarbeitern gelingt, sich ihrer Vergangenheit zu stellen – und mit Einsicht und Bedauern vor die Kamera zu treten? Zu Wort kommen neben hauptamtlichen MfS-Mitarbeitern auch Bürgerrechtler. Durch die, die die Debatte um den Umgang mit den Tätern maßgeblich geprägt haben, unter anderem Roland Jahn, der derzeitige Leiter der Stasi-Unterlagenbehörde, und Peter-Michael Diestel, der letzte Innenminister der DDR.

Sendetermin

Mo, 09.11.15 | 23:40 Uhr
Das Erste

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Produktion

Diese Sendung wurde vom
Rundfunk Berlin-Brandenburg produziert.