SENDETERMIN So, 03.06.18 | 16:30 Uhr | Das Erste

Erlebnis Erde: Wildes Italien (2)

Die Schönheit Italiens ist wahrlich berauschend …
Die Schönheit Italiens ist wahrlich berauschend … | Bild: NDR Naturfilm/doclights / Gabriele Mastrilli

Von den schneebedeckten Dolomiten zum türkisblauen Mittelmeer: Italiens reizvolle Landschaften sind vielen Menschen bekannt. Dabei hat "Bella Italia" noch viel mehr zu bieten, nämlich eine wilde, unbekannte Seite! Abseits von Touristenströmen und heiß begehrten Reisezielen leben seltene Tiere wie Abruzzengämsen, Rosaflamingos und sogar Riesenhaie.

Der Zweiteiler "Wildes Italien" porträtiert die Natur zwischen Stiefelspitze und Alpengipfeln mit bezaubernden Aufnahmen. In der Folge "Von Sardinen zu den Abruzzen" steht der Süden Italiens im Mittelpunkt.

Sardinien – ein Paradies im Mittelmeer

Sardinien gilt für viele Menschen als Trauminsel im Mittelmeer. Kristallklares Wasser und malerische Küsten sind hier kein Klischee, sondern Wirklichkeit. Wildpferde bewohnen die riesige, menschenleere Hochebene von Gesturi. In den angrenzenden Hochlagen liegt das Reich der imposanten Mufflons. Die gewundenen Hörner der Männchen kommen zum Einsatz, wenn es zur Brunftzeit um die Gunst der Weibchen geht.

Im kristallklaren Wasser rund um die Insel verbirgt sich eine atemberaubende Unterwasserwelt. Farbenprächtige Fische, Korallen und Meeresschnecken leben hier – und der Riesenhai! Er kann bis zu zehn Meter lang werden und ist doch völlig ungefährlich. Mit seinem monströsen Maul fischt er nur Kleinstlebewesen aus dem Wasser.

Die Urgewalten im Süden Italiens

Sizilien, vor der Stiefelspitze Italiens gelegen, ist die größte Insel im Mittelmeer. Schon von Weitem ist das Wahrzeichen der Insel sichtbar. Der Ätna ist mit 3.340 Metern der höchste aktive Vulkan Europas. Nur 40 Kilometer entfernt ragt ein weiterer Vulkan empor, der Stromboli, mitten im Meer gelegen. Beinahe im Minutentakt speit er Lava und Feuer. Schon in der Antike fürchteten die Menschen die Vulkane im Süden Italiens.

Bis heute stehen auf Sizilien bis zu 2.500 Jahre alte Tempelanlagen. Mittlerweile erobert die Natur das uralte Mauerwerk zurück, Mauerbienen und Echsen bewohnen Ritzen und Spalten, üppige Blumenwiesen säumen die antiken Säulen.

Die menschenleere Bergwelt der Abruzzen

Die Abruzzen, auf der Höhe Roms gelegen, bilden das "wilde Herz" Süditaliens. Die raue, menschenleere Bergwelt mit ihren urtümlichen Buchenwäldern macht die Abruzzen so besonders. Das ist Italien von seiner unbekannten Seite! Die unzugänglichen Steilhänge sind das Revier der extrem seltenen Abruzzengämsen. Während der Brunft liefern sich die Böcke atemberaubende Verfolgungsjagden zwischen den Felsen.

Zwei Jahre dauerten die Dreharbeiten zu "Wildes Italien". Naturfilmer Hans-Peter Kuttler setzte hochstabilisierte Hubschrauberaufnahmen, Kameraschienen, Unterwasser- und Zeitlupenkameras ein, um die faszinierende Natur Süditaliens zu dokumentieren. 

Ein zweiteiliger Film von Hans-Peter Kuttler und Ernst Sasse