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Die Voßstraße: Nach der Kapitulation im Mai 1945 verlässt der Kampfkommandant von Berlin die Keller der Neuen Reichskanzlei.
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"Wer die Reichskanzlei betritt, muss das Gefühl haben, vor den Herrn der Welt zu treten." Einzig diese Bestimmung hatte für Adolf Hitler sein 1939 fertiggestellter erster "Bau des Großdeutschen Reiches". Architektur als Inszenierung einer unbarmherzigen, rücksichtslosen Macht. Eine Villa Größenwahn mit endlosen Gängen und riesigen Räumen. Ein Herrscher-Palast, den Hitlers Hofarchitekt Albert Speer seinem "Führer" maßgeschneidert hatte.
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"Mosaiksaal" der Neuen Reichskanzlei: Inszenierung einer unbarmherzigen Macht.
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Die Neue Reichskanzlei sollte eine Art Probelauf sein für Hitlers größenwahnsinnige "Welthauptstadt Germania". Hier hat Hitler den Krieg geplant, hier fand er mit Hitlers Tod im Bunker sein Ende. Gebaut für die Ewigkeit, nach dem Ende der Naziherrschaft gesprengt, entsorgt, vergessen.
Bis auf wenige Hinweistafeln ist das ehemalige Machtzentrum des Nationalsozialismus heute fast gänzlich unkenntlich im Berliner Stadtbild. Wer es nicht weiß, wird kaum vermuten, dass sich hier in Berlin-Mitte, zwischen Holocaust-Mahnmal und Potsdamer Platz, inmitten von in die Jahre gekommenen DDR-Plattenbauten, einst Hitlers Prunkbau und dessen Bunkersystem befand. Der sichtbare Ort des Ungeistes ist verschwunden, geheimnisumrankt. Ebenso auch die Nachkriegsgeschichte der Reichskanzlei: mehrfach von Stalins Geheimdienst durchgekämmt, "Fundort" von Hitlers Leiche, Touristenattraktion für die Alliierten, intensiver "Forschungsort" der DDR-Staatsicherheit nach dem Mauerbau, wiederentdeckte Terra incognita.
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3-D-Animation des "Ehrenhofes" der Neuen Reichskanzlei.
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Mythos und Wahrheit des Bauwerks ziehen immer wieder Fachhistoriker und Spezialisten aller Art in ihren Bann, bieten interessante Einblicke und Diskussionsstoff. Die Autoren der Dokumentation nähern sich aus unterschiedlichen Perspektiven und mit überraschenden filmischen Mitteln dem Ort und seiner Geschichte. Dazu gehören umfangreiches Filmarchivmaterial, detailgetreue und einzigartige 3D-Animationen, Entdeckungen in Moskauer Archiven. Eine spannende Spurensuche in der Mitte Berlins, die, gerade an diesem Ort, wie keine andere Stadt von den Brüchen der deutschen Geschichte gezeichnet ist. Bis heute ist dies ein Ort voller Mythen, Legenden und Geheimnisse.
Ein Film von Jürgen Ast und Kerstin Mauersberger
Eine Produktion von astfilm productions im Auftrag des Rundfunk Berlin-Brandenburg. Die Redaktion hat Jens Stubenrauch (rbb).