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Peter Alexander

Peter Alexander bei Aufnahmen (Bild: dpa) Bild vergrößern bzw. verkleinern Bildunterschrift: Peter Alexander ]
Am 30. Juni des vergangenen Jahres feierte er seinen 80. Geburtstag. Vor die Kamera wollte er auch da nicht mehr. Der Tod seiner Frau und Managerin Hilde im Jahr 2003 hat ihn mitgenommen. Seitdem fehlt der Motor.

In 57 Kinofilmen spielte er mit – ob im "Weißen Rössl", in "Bonjour Cathrin", als Graf Bobby oder als Charleys Tante: Er war der ewig große Junge, charmant und österreichisch-verschmitzt, bescheiden, nie erotisch, immer optimistisch. "Ich bin kein Casanova" – auch das ein Filmtitel, fürwahr, er war es nicht, und das kam an. Peter Alexander, eine Art jüngerer Bruder Heinz Rühmanns, blieb, auch als Sänger, der komische Lausbub mit Schmerz und Schmäh. In den siebziger Jahren markierten seine Shows einsame Fernsehhöhepunkte der Nation und hatten bis zu 80 Prozent Marktanteile.

Als 15-Jähriger brachte er sich das Klavierspielen bei, nach dem Notabitur 1944 war er Luftwaffenhelfer, Arbeitsdienstmann und Marinesoldat, dann englischer Kriegsgefangener. Nach dem Krieg studierte er bei Max Reinhardt Schauspielerei. 1951 machte er seine erste Schallplattenaufnahme, mit der er eine steile Karriere als Pop- und Liedersänger einleitete. Ein Jahr später trat er zum ersten Mal im österreichischen Fernsehen auf – auch das der Beginn einer phänomenalen Karriere, als Fernsehentertainer – im Deutschland der sechziger Jahre übrigens zunächst beim SDR und beim WDR. Insgesamt 600 Fernsehauftritte hat Peter Alexander absolviert. Wenn auch die ganz große Zeit seiner Shows dann vorbei war: Noch 1990 bis 1996 übertrug das ZDF jährlich zu Weihnachten die Peter-Alexander-Show aus Wien, und Alexander tourte noch und füllte die größten Konzerthallen. Dann hatte er wohl endgültig genug davon, die Marke Peter Alexander zu reproduzieren.

Birgit Kienzles Porträt zeichnet anhand von zahlreichen Archivausschnitten die Geschichte des Phänomens Peter Alexander nach und beschreibt die Wirkung, die er hatte. Auskunft geben u. a. sein langjähriger Regisseur Dieter Pröttel, sein Produzent Wolfgang Rademann, die Tochter Susanne, Ernst Stankowski, Bill Ramsey, Cornelia Froboess – und als ein Bewunderer, der die Fernsehshows Alexanders als kleiner Junge sah: Hape Kerkeling.

Film von Birgit Kienzle

Sendetermin
So, 19.08.07 | 21:45 Uhr