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Autos: Geblendet von Hightech-Licht

Für eine bessere Sicht beim Autofahren bieten viele Hersteller neue Scheinwerfer-Technologien wie Xenon, LED und Laser an. Zwischen 1.500 und 3.500 Euro Aufpreis zahlen Käufer für moderne Scheinwerfer und Bremslichter. Die Lampen erreichen eine Helligkeit von mehr als 2.000 Lux – und sind damit mehr als doppelt so hell wie herkömmliche Halogen-Scheinwerfer.

Beschwerden über zu helles Licht

Doch "Plusminus" haben viele Beschwerden von Autofahrern erreicht, die sich von zu hellem Licht geblendet fühlen – zum Beispiel, wenn ein Vordermann auf die Bremse tritt und die hellen LED-Lampen die Nacht hellrot erleuchten. Auch der ADAC hat das Thema bereits aufgegriffen und in einem Test einen Unterschied in der Blendwirkung von LED-Lampen und herkömmlichen Bremslichtern festgestellt. Um die Augen zu schonen, rät der ADAC, "sollte der Blick rechts Richtung Fahrbahnseitenmarkierung gehen."

Wie praxisgerecht ist der ADAC-Test?

Olaf Strauß, Forscher für Augenheilkunde an der Charité Berlin, hält den Test für realitätsfern: Weil die Probanden konzentriert an den Rand schauen sollten, wurden sie nur peripher geblendet. Damit habe der Test wenig mit der echten Fahrsituation zu tun.

Lichtintensität kann Auge überfordern

Auf einer kleinen Fläche geben LED-Lampen so viel Licht ab wie mehrere herkömmliche Glühlampen. Damit halten sie zwar die gesetzlichen Vorschriften ein. Die hohe Lichtintensität kann jedoch das Auge überfordern. Auf Anfrage von "Plusminus" antwortet Daimler, es habe viele Beschwerden über LED-Heckleuchten gegeben und man habe die Gefahr einer möglichen Blendung erkannt.

Bericht: Niels Walker

Stand: 04.01.2017 17:31 Uhr

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