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Kristof Magnusson
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Island ist ein seltsames Land, "am Rande der europäischen Wahrnehmung", meint Denis Scheck. Man badet dort in "Heißen Töpfen" und in Islandkrimis passieren mehr Morde als im wirklichen Leben, die Sprache hat sich in den letzten siebenhundert Jahren so wenig verändert, dass man noch heute die alten Sagas lesen kann, und alle duzen den Präsidenten. Dicht am Polarkreis traf sich Denis Scheck mit Kristof Magnusson, Autor und Übersetzer isländischer Literatur, auf ein Gespräch über Literatur und Leben in Island, das seine Literaturszene im Oktober auf der Frankfurter Buchmesse mit über zweihundert Neuübersetzungen präsentieren wird.
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"Gebrauchsanweisung für Island" von Kristof Magnusson, Piper Taschenbuch
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In seiner "Gebrauchsanweisung für Island" (Piper) erzählt Kristof Magnusson von diesem "unmöglichen Land". Magnusson räumt mit Islandmythen auf, zum Beispiel damit, dass die Insel einst von wilden Wikingern besiedelt worden sei. "Alten Quellen ist zu entnehmen, dass es sich dabei eher um eine Art Seniorenresidenz für Wikinger handelte." Die isländische Landschaft, erzählt Magnusson, sei eine Art Seelenraum für die Deutschen, weil unverbaut und frei und somit in der mitteleuropäischen Wahrnehmung ein idealer Ort zwischen westlichem Lebensstandard und aufregender Exotik.
Kristof Magnussons "Gebrauchsanweisung" ist eine sehr gelungene Analyse der isländischen Mentalität und ein idealer Einstieg für Island-Neulinge.
Dieser Text informiert über den Fernsehbeitrag vom 25.09.2011. Eventuelle spätere Veränderungen des Sachverhaltes sind nicht berücksichtigt.